DAI Publikationen online

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Aufgrund der aktuellen #COVID19-Situation ist die Zentrale des Deutschen Archäologischen Instituts in der Villa Wiegand derzeit für Besucher geschlossen. Theodor Wiegand ‒ der damalige Direktor der Antikenabteilung der Museen in Berlin und spätere Präsident des DAI ‒ und seine Frau Marie (geb. von Siemens) ließen sich die Villa 1911/12 von dem berühmten Architekten Peter Behrens in Berlin-Dahlem bauen. Verschiedene Publikationen haben sich bereits mit dem prominenten Gebäude und seiner Geschichte beschäftigt.

Ein neuer Band aus der Reihe „Das Deutsche Archäologische Institut. Geschichte und Dokumente“ widmet sich erstmals den heutigen „Bewohnern“ der Villa Wiegand. Seit 1957 hat die Zentrale des DAI ihren Hauptsitz im sogenannten Wiegandhaus. Neben Kapiteln, die die größeren historischen Entwicklungslinien der Zentrale zeichnen, geben die Leiterinnen und Leiter der an der Zentrale angesiedelten Forschungs- und Infrastruktur-Referate Überblicke über die Geschichte ihrer Arbeitseinheiten und präsentieren damit die Ergebnisse umfangreicher Recherchearbeiten in den Archiven des DAI.
Markiert wird der Beginn der Geschichte der Zentrale in Berlin mit dem Umzug Eduard Gerhards im Jahre 1833 von Rom nach Berlin. Keimzelle der Zentrale war neben dem Sitz des Präsidenten zunächst die Redaktion, die mit der Herausgabe des Archäologischen Anzeigers und des Jahrbuchs des DAI entscheidend dazu beitrug, Deutsch als Wissenschaftssprache in der Archäologie zu etablieren, und damit der Zentrale schon im 19. Jahrhundert ein eigenständiges Profil verlieh. Daneben beherbergte das Wiegandhaus lange auch das Archiv der Zentrale, das aus dem 1929 gegründeten Gelehrtenarchiv hervorgegangen ist und neben dem Archiv der Abteilung Rom das größte im gesamten Arbeitsbereich des DAI ist. Heute wird die Forschung an der Zentrale in erster Linie von Querschnittsreferaten geprägt – dem 1973 gegründeten Architekturreferat, dem 1999 gegründeten IT-Referat und dem 2003 an die Zentrale angegliederten Referat für Naturwissenschaften. Hinzu kommen wichtige Laboratorien der Forschung wie z. B. die Bibliothek, heute einer für die Fachdisziplin Klassische Archäologie insbesondere im Berliner Raum wesentlichen Einrichtung.

Jetzt den Band kostenfrei online lesen oder downloaden!
https://publications.dainst.org/books/index.php/dai/catalog/book/65

Diese und weitere Publikationen etwa zu den DAI-Forschungen in Hattuscha, auf Samos oder in Tayma finden Sie frei zugänglich (nach einmaliger, kostenfreier Anmeldung) unter iDAI.publications/books


DAI’s online publications

Due to the ongoing #COVID19 situation, the German Archaeological Institute’s Head Office at Villa Wiegand is currently closed to visitors. The villa in Berlin-Dahlem was built in 1911/12 by the famous architect Peter Behrens for Theodor Wiegand, then director of antiquities at the Museums of Berlin and later president of the DAI, and his wife Marie (née von Siemens). Several publications have been devoted to the noteworthy building and its history.

A new volume in the series Das Deutsche Archäologische Institut. Geschichte und Dokumente (“The DAI. History and documents“) focuses for the first time on today’s occupants of Villa Wiegand. The Wiegandhaus, as it known, has housed the Head Office of the DAI since 1957. In addition to chapters on the major historical developments affecting the Head Office, the volume contains articles by the heads of the research and infrastructure units at Head Office summarizing the history of their units and presenting the results of extensive research work in the DAI archives.
The history of the Berlin Head Office commences with Eduard Gerhard’s move from Rome to Berlin in 1833. In its embryonic form, the Head Office initially consisted of the office of the president plus the editorial office. The latter, by publishing the journal Archäologischer Anzeiger and the DAI Annual, made a signal contribution to German becoming established as a scientific language in archaeology, thus lending the Head Office a profile of its own already in the 19th century. For a long time the Wiegandhaus also housed the Head Office archive, which developed out of the scholars’ archive established in 1929 and is now the biggest of the DAI’s archives along with that of the Rome Department. Today research at Head Office is largely dominated by cross-departmental working groups – the Architecture Unit set up in 1973, the IT Unit set up in 1999, and the Natural Sciences Unit that was attached to Head Office in 2003. These are joined by important research laboratories such as the library, which is today a major Classical Archaeology institution particularly in the Berlin area.

Read the volume online or download it free of charge now: https://publications.dainst.org/books/index.php/dai/catalog/book/65

You can freely access this and other publications – e.g. on the DAI’s research at Hattusa, on Samos or in Tayma – after registering once, free of charge, at: iDAI.publications/books

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