Ein Ohrenvotiv aus Pergamon

Pergamon Ausgrabung, Feder, 1964

In Zeiten, in denen wir uns um unsere Gesundheit sorgen, zeigen wir das Foto eines Votivs, das aus den Ausgrabungen in einem antiken Heilzentrum, dem Asklepios-Heiligtum Pergamons, stammt. Solche Votive aus Metall oder Ton sollten die Patienten schützen und helfen, ihre Leiden zu lindern. So dienten diese Objekte zusammen mit Medizin, Kräutern, Tanz, Rhythmus, Wasser, Räucherwerk und Traumdeutung der Therapie.Das ohrenförmige Votiv auf unserem Bild ist außerdem um eine kleine Inschriftentafel bereichert, auf der steht: „Proklos gelobte (dies) Apollon“. Ob Proklos kranke Ohren hatte oder die Form des Votivs dem Wunsch Ausdruck verlieh, dass der Gott Proklos erhörte, wissen wir nicht. Unsere Hoffnung ist aber, dass Apollon Proklos’ Leiden mit Unterstützung der ärztlichen Behandlungen im Asklepieion linderte, das mit seinen Ruinen, schattenspendenden Bäumen und seiner Quelle noch heute eine heilsame Atmosphäre verbreitet.