{"id":1365,"date":"2020-06-08T16:21:01","date_gmt":"2020-06-08T14:21:01","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dainst.blog\/bridging-eurasia\/?p=1365"},"modified":"2021-06-21T10:26:45","modified_gmt":"2021-06-21T08:26:45","slug":"groundcheck-in-nordostasien-wandel-von-klima-und-ernaehrungskulturen-seit-der-letzten-eiszeit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.dainst.blog\/bridging-eurasia\/groundcheck-in-nordostasien-wandel-von-klima-und-ernaehrungskulturen-seit-der-letzten-eiszeit\/","title":{"rendered":"Groundcheck in Nordostasien: Wandel von Klima und                                          Ern\u00e4hrungskulturen seit der letzten Eiszeit"},"content":{"rendered":"<p>Das Projektziel besteht darin, an verschiedenen Pl\u00e4tzen in Nordostasien arch\u00e4ologische und naturwissenschaftliche, chronologisch hoch aufgel\u00f6ste und korrelierbare Daten aus Ausgrabungen und Bohrkernen zu erheben, aus denen der Wandel von Klima\/Umwelt und Ern\u00e4hrungskulturen zu bestimmten Zeitperioden rekonstruiert werden kann. Ausgangspunkt f\u00fcr dieses Projekt sind unsere Vorarbeiten auf der nordjapanischen Insel Hokkaido, im russischen Fernen Osten und in Ostchina (Provinzen Shandong, Zhejiang und Liaoning), die wir mit verschiedenen lokalen Partnerinstitutionen geleistet und teilweise publiziert haben.<\/p>\n<hr>\n<h6><em><strong>Startbild: Seeigel als Symbol der Ern\u00e4hrung von marinen Ressourcen in der nordwestpazifischen Region, bei Hakodate, Hokkaido, Japan. Foto: D. Schuster<\/strong><\/em><\/h6>\n<p><\/p>\n<p><strong>Kick-off Workshop<\/strong><\/p>\n<p>Unter dem Thema \u201eArchaeology in East Asia: Bridge Building to Natural Sciences\u201d haben sich vom 11. bis 15. Februar 2020 auf Einladung der Au\u00dfenstelle Peking der Eurasien-Abteilung des Deutschen Arch\u00e4ologischen Instituts und der Fachrichtung Pal\u00e4ontologie des Instituts f\u00fcr Geologische Wissenschaften der Freien Universit\u00e4t Berlin 24 WissenschaftlerInnen in Berlin versammelt. Im Zentrum standen Forschungsthemen im \u00f6stlichen Eurasien, bei denen sich Interessen und Potenzial der verschiedenen Disziplinen \u2013 Arch\u00e4ologie, Dendrochronologie, Pal\u00e4opathologie, Arch\u00e4obotanik, Arch\u00e4ozoologie und die Pal\u00e4oumweltforschung mit diversen Proxies (z.B. Pollen, Ostrakoden und Chironomiden) \u2013 treffen und, wenn kooperativ verbunden, zu neuen und tieferen Einsichten f\u00fchren k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><strong>Mehr dazu erfahren Sie hier:<br><\/strong> <a href=\"https:\/\/www.geo.fu-berlin.de\/geol\/fachrichtungen\/pal\/news\/20200215_BridgingEurasia_Workshop.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><strong>https:\/\/www.geo.fu-berlin.de\/geol\/fachrichtungen\/pal\/news\/20200215_BridgingEurasia_Workshop.html<\/strong><\/a><\/p>\n<p><\/p>\n<p><strong>Forschungen am Ochaul-See<\/strong><\/p>\n<p>Im Jahr 2019 haben wir in Kooperation mit der Freien Universit\u00e4t Berlin und dem Baikal Archaeology Project mit Arbeiten zur Rekonstruktion von Klimaparametern der letzten 15.000 Jahre f\u00fcr die Baikalsee-Region anhand mehrerer Proxies (Pollen, Ostrakoden, Chironomiden, Sediment-aDNA) begonnenen. Zur Auswertung steht ein Bohrkern aus dem Ochaul-See zur Verf\u00fcgung.&nbsp;<\/p>\n<h6><em><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-1379 alignleft\" src=\"https:\/\/www.dainst.blog\/bridging-eurasia\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/06\/map-Ochaul.jpg\" alt=\"\" width=\"387\" height=\"552\" srcset=\"https:\/\/www.dainst.blog\/bridging-eurasia\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/06\/map-Ochaul.jpg 604w, https:\/\/www.dainst.blog\/bridging-eurasia\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/06\/map-Ochaul-420x600.jpg 420w\" sizes=\"(max-width: 387px) 100vw, 387px\" \/><\/em><\/h6>\n<h6>&nbsp;<\/h6>\n<hr>\n<h6><em>Auf einer Terrasse am Nordufer des Sees Ochaul liegt der gleichnamige Fundplatz, der 1913 entdeckt und seitdem teilweise untersucht wurde. Die russischen Kollegen gehen davon aus, dass mesolithische und neolithische J\u00e4ger-Sammler-Gruppen den Platz vor ca. 8.000-5.000 Jahren nutzten. Absolute Altersbestimmungen der Funde gibt es noch nicht. Die unmittelbare N\u00e4he von See und Fundplatz bietet ein selten kompaktes Potential f\u00fcr die Korrelation von arch\u00e4ologischem Kontext und Pal\u00e4oumwelt-Daten und damit die Identifikation von Mensch-Umwelt-Interaktionen in lokalem und regionalem Ma\u00dfstab. Karte aus: Kobe et al. 2020<\/em><\/h6>\n<p><\/p>\n\n\n<div style=\"height:20px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n\n\n<p>Die Analyse der Chironomiden (Kopfkapseln der Zuckm\u00fccken) schloss Dr. B. Ilyashuk, Universit\u00e4t Innsbruck, im 1. Quartal 2020 ab. Die Ergebnisse dienen dazu, Ver\u00e4nderungen von Niederschlagsmengen, Wasserhaushalt und Sommertemperaturen von 14.000 bis 4.000 Jahre v. h. zu rekonstruieren. Sie geben Aufschluss z.B. \u00fcber das schwankende Potential aquatischer Nahrungsressourcen.<\/p>\n<ul>\n<li><em>Erfahren Sie mehr \u00fcber die neuesten wissenschaftlichen Ergebnisse vom Ochaul-See in diesem Blogbeitrag: <\/em><a href=\"https:\/\/www.dainst.blog\/bridging-eurasia\/wald-dringt-vor-die-menschen-weichen\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><em>Wald dringt vor \u2013 die Menschen weichen<\/em><\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Seit 01. Mai 2020 arbeitet Jana Gliwa in diesem Projekt. Hier stellt sie ihr Thema vor:<\/strong><\/p>\n<h3><strong>Analyse von Ostrakodenschalen<br><\/strong><\/h3>\n<p><strong>von Jana Gliwa<\/strong><\/p>\n<p>Um genaue Informationen \u00fcber regionale Klimabedingungen in der Baikalsee-Region w\u00e4hrend des Holoz\u00e4ns zu gewinnen, untersuchen wir die Multi-Proxy-Aufzeichnungen von Bohrkernen aus diesem Gebiet, darunter zwei sich teils \u00fcberlappende Bohrkerne aus dem Ochaul See (100 km nordwestlich des Baikalsees). Die darin enthaltenen Sedimente reichen von etwa 32.000 Jahren BP bis in die Gegenwart und umfassen auch Ablagerungen aus dem letzten glazialen Maximum.<\/p>\n<div id=\"attachment_1370\" style=\"width: 325px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-1370\" class=\" wp-image-1370\" src=\"https:\/\/www.dainst.blog\/bridging-eurasia\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/06\/Abbildung-1.png\" alt=\"\" width=\"315\" height=\"218\" srcset=\"https:\/\/www.dainst.blog\/bridging-eurasia\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/06\/Abbildung-1.png 1753w, https:\/\/www.dainst.blog\/bridging-eurasia\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/06\/Abbildung-1-800x554.png 800w, https:\/\/www.dainst.blog\/bridging-eurasia\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/06\/Abbildung-1-768x532.png 768w, https:\/\/www.dainst.blog\/bridging-eurasia\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/06\/Abbildung-1-1536x1064.png 1536w\" sizes=\"(max-width: 315px) 100vw, 315px\" \/><p id=\"caption-attachment-1370\" class=\"wp-caption-text\">Linke Klappe (Innenseite) eines Ostrakoden aus dem Ochaul See. Foto: P. Olschewski.<\/p><\/div>\n<p>Im Rahmen dieses Projektes werden wir unter anderem eine Reihe von geochemischen und biologischen Proxys untersuchen, wobei der Schwerpunkt vor allem auf der Verbreitung und der chemischen Zusammensetzung von Ostrakodenschalen liegt.<\/p>\n<p>Ostrakoden oder Muschelkrebse sind winzige Krebstiere, die in der Regel eine L\u00e4nge von 0,5-1,5 mm nicht \u00fcberschreiten. Sie sind von einer sie sch\u00fctzenden zweiklappigen Schale, dem so genannten Carapax, umgeben, der aus Kalziumkarbonat besteht. Ihr umfangreicher Fossilbericht (bekannt sind mehr als 65.000 lebende und fossile Ostrakoden-Taxa) reicht mindestens bis ins fr\u00fche Ordovizium zur\u00fcck. Sie kommen in fast allen aquatischen Milieus vor und k\u00f6nnen sogar in semi-aquatischen oder extremen Umgebungen \u00fcberleben, wie z.B. in hypersalinen Seen oder hei\u00dfen Quellen, die normalerweise f\u00fcr die meisten Metazoen unbewohnbar sind.<\/p>\n<div id=\"attachment_1371\" style=\"width: 760px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-1371\" class=\"size-large wp-image-1371\" src=\"https:\/\/www.dainst.blog\/bridging-eurasia\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/06\/Abbildung-2-3000x855.png\" alt=\"\" width=\"750\" height=\"214\" srcset=\"https:\/\/www.dainst.blog\/bridging-eurasia\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/06\/Abbildung-2-3000x855.png 3000w, https:\/\/www.dainst.blog\/bridging-eurasia\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/06\/Abbildung-2-800x228.png 800w, https:\/\/www.dainst.blog\/bridging-eurasia\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/06\/Abbildung-2-768x219.png 768w, https:\/\/www.dainst.blog\/bridging-eurasia\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/06\/Abbildung-2-1536x438.png 1536w, https:\/\/www.dainst.blog\/bridging-eurasia\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/06\/Abbildung-2-2048x584.png 2048w\" sizes=\"(max-width: 750px) 100vw, 750px\" \/><p id=\"caption-attachment-1371\" class=\"wp-caption-text\">Rechte Klappe Au\u00dfenseite (links) und Innenseite (rechts) mit Weichk\u00f6rper eines weiblichen Exemplars (Neonesidea oligodentata). Nach: Smith, R. J., &amp; Kamiya, T. (2002). The ontogeny of Neonesidea oligodentata (Bairdioidea, Ostracoda, Crustacea). Hydrobiologia, 489 (1-3), 245\u2013275., p. 257, fig. 10 (modifiziert).<\/p><\/div>\n<p>Die Tatsache, dass Ostrakoden seit langem erfolgreich als Pal\u00e4oumweltproxys eingesetzt werden, erm\u00f6glicht es uns, auf verschiedenste etablierte Methoden in diesem Forschungsbereich zur\u00fcckzugreifen. Der Carapax oder die Schalenzusammensetzung selbst, das Vorkommen bestimmter Indikatorarten, sowie die Artenvielfalt von Ostrakoden liefern wertvolle Informationen \u00fcber die damaligen Klimabedingungen und Wasserchemismus des untersuchten Sees. Durch die Analyse der Sauerstoffisotopen-Zusammensetzung (<sup>18<\/sup>O\/<sup>16<\/sup>O) der kalzitischen Schalen k\u00f6nnen wir beispielsweise m\u00f6gliche Temperatur\u00e4nderungen des Seewassers bestimmen. Dadurch k\u00f6nnen wir einen genaueren Einblick in die damaligen klimatischen Verh\u00e4ltnisse in der Baikalregion gewinnen, was wiederum R\u00fcckschl\u00fcsse auf eine m\u00f6gliche klimabedingte holoz\u00e4ne Bev\u00f6lkerungsdynamik in diesem Gebiet zul\u00e4sst.<\/p>\n\n\n<p><\/p>\n\n\n<h3><strong>Analysis of Ostracod shells<\/strong><\/h3>\n<p><strong>by Jana Gliwa<\/strong><\/p>\n<p>To gain detailed information about regional climate conditions in the Lake Baikal region during the Holocene, we study the multi-proxy record of drilling cores from this area, including two overlapping cores from Lake Ochaul (100 km northwest of Lake Baikal). The obtained sedimentary record ranges from approximately 32 000 years BP until the present and also comprises sediments from the last glacial maximum.<\/p>\n<div id=\"attachment_1372\" style=\"width: 325px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-1372\" class=\" wp-image-1372\" src=\"https:\/\/www.dainst.blog\/bridging-eurasia\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/06\/Abbildung-1-englisch-2.png\" alt=\"\" width=\"315\" height=\"218\" srcset=\"https:\/\/www.dainst.blog\/bridging-eurasia\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/06\/Abbildung-1-englisch-2.png 1753w, https:\/\/www.dainst.blog\/bridging-eurasia\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/06\/Abbildung-1-englisch-2-800x554.png 800w, https:\/\/www.dainst.blog\/bridging-eurasia\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/06\/Abbildung-1-englisch-2-768x532.png 768w, https:\/\/www.dainst.blog\/bridging-eurasia\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/06\/Abbildung-1-englisch-2-1536x1064.png 1536w\" sizes=\"(max-width: 315px) 100vw, 315px\" \/><p id=\"caption-attachment-1372\" class=\"wp-caption-text\">Left valve (inner surface) of an ostracod specimen from Lake Ochaul. Photo: P. Olschewski.<\/p><\/div>\n<p>In the scope of our project we will analyze different geochemical and biological proxies with focus on distributional and morphological patterns of ostracods as well as chemical analyses of their shells.<\/p>\n<p>Ostracods, or seed shrimps, are tiny crustaceans, which range usually between 0.5\u20131.5 mm in size. They are surrounded by a protective bivalved shell, the so-called carapace, which consists of calcium carbonate. Their extensive fossil record (more than 65,000 living and fossil ostracod taxa) dates back at least to the early Ordovician. They occur in almost all aquatic settings and can even survive in semi-aquatic or extreme environments, such as hypersaline lakes or hot springs, which are usually uninhabitable for most metazoans.<\/p>\n<div id=\"attachment_1373\" style=\"width: 760px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-1373\" class=\"size-large wp-image-1373\" src=\"https:\/\/www.dainst.blog\/bridging-eurasia\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/06\/Abbildung-2-englisch-1-3000x855.png\" alt=\"\" width=\"750\" height=\"214\" srcset=\"https:\/\/www.dainst.blog\/bridging-eurasia\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/06\/Abbildung-2-englisch-1-3000x855.png 3000w, https:\/\/www.dainst.blog\/bridging-eurasia\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/06\/Abbildung-2-englisch-1-800x228.png 800w, https:\/\/www.dainst.blog\/bridging-eurasia\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/06\/Abbildung-2-englisch-1-768x219.png 768w, https:\/\/www.dainst.blog\/bridging-eurasia\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/06\/Abbildung-2-englisch-1-1536x438.png 1536w, https:\/\/www.dainst.blog\/bridging-eurasia\/wp-content\/uploads\/sites\/2\/2020\/06\/Abbildung-2-englisch-1-2048x584.png 2048w\" sizes=\"(max-width: 750px) 100vw, 750px\" \/><p id=\"caption-attachment-1373\" class=\"wp-caption-text\">Right valve, outer (left) and inner surface (right) with softbody of a female specimen (Neonesidea oligodentata). Picture modified after Smith, R. J., &amp; Kamiya, T. (2002). The ontogeny of Neonesidea oligodentata (Bairdioidea, Ostracoda, Crustacea). Hydrobiologia, 489 (1-3), 245\u2013275., p. 257, fig. 10.<\/p><\/div>\n<p>The fact that ostracods have been used successfully as palaeoenvironmental proxies for a long time enables us access to a spectrum of different established methods in this study area. The ostracod carapace or the shell composition itself, the occurrence of certain indicator taxa, as well as the composition of ostracod assemblages provide valuable information on ancient temperatures, weather conditions and water chemistry. For example, by the analysis of the oxygen isotope composition (<sup>18<\/sup>O\/<sup>16<\/sup>O) of the calcite shell we will be able to determine possible temperature changes of the lake water. In this way, we can gain a better understanding of the ancient climate conditions in the Lake Baikal region, from which we can draw conclusions about possible climate-related Holocene human population dynamics in this area.<\/p>\n<p><strong>Mehr zu Arch\u00e4ologie und Pal\u00e4oumweltforschung finden Sie hier:<br><\/strong><a href=\"https:\/\/www.dainst.blog\/bridging-eurasia\/archaeologie-und-palaeoumweltforschung-hinter-den-kulissen-teil-i\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.dainst.blog\/bridging-eurasia\/archaeologie-und-palaeoumweltforschung-hinter-den-kulissen-teil-i\/<\/a><br>und hier:<br><a href=\"https:\/\/www.dainst.blog\/bridging-eurasia\/archaeologie-und-palaeoumweltforschung-hinter-den-kulissen-teil-ii\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.dainst.blog\/bridging-eurasia\/archaeologie-und-palaeoumweltforschung-hinter-den-kulissen-teil-ii\/<\/a><\/p>\n<p><strong>Lernen Sie unsere Kooperationspartner auf der n\u00e4chsten Seite kennen:<\/strong><\/p>\n\n\n<!--nextpage-->\n\n\n<p><strong>Kooperationspartner:<\/strong><\/p>\n<p>Prof. Dr. P. E. Tarasov, Doktorandin F. Kobe, Freie Universit\u00e4t Berlin, Institut f\u00fcr Geologische Wissenschaften, Pal\u00e4ontologie<br>Dr. E. V. Bezrukova, Dr. A. A. Shchetnikov, Sibirische Abteilung der Russischen Akademie der Wissenschaften, Irkutsk, A.P. Vinogradov-Institut f\u00fcr Geochemie<br>Prof. Dr. A. Weber, University of Alberta Edmonton, Canada, Baikal Archaeology Project, Canada &nbsp;(<a href=\"https:\/\/baikalproject.artsrn.ualberta.ca\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">https:\/\/baikalproject.artsrn.ualberta.ca\/<\/a>)<br>Dr. C. Leipe, Nagoya University, Japan, Institute for Space-Earth Environmental Research<br>C. Abe, World Heritage Promotion Office, Hokkaid\u014d Government, Sapporo, Japan<br>M. Tsuboi, Hakodate J\u014dmon Culture Center, Hakodate, Japan<br>Dr. S. S. Kostrova, Sibirische Abteilung der Russischen Akademie der Wissenschaften, Irkutsk, Institut f\u00fcr Geochemie A.P. Vinogradov, Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum f\u00fcr Polar- und Meeresforschung, Forschungsstelle Potsdam<br>Dr. E. A. Sergusheva, Fern\u00f6stliche Abteilung der Russischen Akademie der Wissenschaften, Vladivostok, Institut der Geschichte, Arch\u00e4ologie und Ethnografie der V\u00f6lker des Fernen Ostens<br>Prof. Dr. T. Goslar, Adam Mickiewicz University, Faculty of Physics, Poznan Radiocarbon Laboratory<br>Prof. Dr. T.W. Long, University of Nottingham Ningbo China, School of Geographical Sciences<\/p>\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator\" \/>\n\n\n<h6>Blogmaster: Pascal Olschewski<\/h6>\n\n\n<div style=\"height:48px\" aria-hidden=\"true\" class=\"wp-block-spacer\"><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Projektziel besteht darin, an verschiedenen Pl\u00e4tzen in Nordostasien arch\u00e4ologische und naturwissenschaftliche, chronologisch hoch aufgel\u00f6ste und korrelierbare Daten aus Ausgrabungen und Bohrkernen zu erheben, aus denen der Wandel von Klima\/Umwelt und Ern\u00e4hrungskulturen zu bestimmten Zeitperioden rekonstruiert werden kann. Ausgangspunkt f\u00fcr dieses Projekt sind unsere Vorarbeiten auf der nordjapanischen Insel Hokkaido, im russischen Fernen Osten und in Ostchina (Provinzen Shandong, Zhejiang <a class=\"more-link\" href=\"https:\/\/www.dainst.blog\/bridging-eurasia\/groundcheck-in-nordostasien-wandel-von-klima-und-ernaehrungskulturen-seit-der-letzten-eiszeit\/\">&#8230;weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":18,"featured_media":1369,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[67,47,36],"class_list":["post-1365","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-allgemein","tag-groundcheck","tag-klimawandel","tag-mensch-umwelt"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.dainst.blog\/bridging-eurasia\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1365"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.dainst.blog\/bridging-eurasia\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.dainst.blog\/bridging-eurasia\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dainst.blog\/bridging-eurasia\/wp-json\/wp\/v2\/users\/18"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dainst.blog\/bridging-eurasia\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1365"}],"version-history":[{"count":47,"href":"https:\/\/www.dainst.blog\/bridging-eurasia\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1365\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3157,"href":"https:\/\/www.dainst.blog\/bridging-eurasia\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1365\/revisions\/3157"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dainst.blog\/bridging-eurasia\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1369"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.dainst.blog\/bridging-eurasia\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1365"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dainst.blog\/bridging-eurasia\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1365"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dainst.blog\/bridging-eurasia\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1365"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}