{"id":359,"date":"2019-05-29T15:21:29","date_gmt":"2019-05-29T13:21:29","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/?p=359"},"modified":"2024-02-28T17:18:07","modified_gmt":"2024-02-28T16:18:07","slug":"die-technische-abteilung-der-rgk-stellt-sich-vor","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/2019\/05\/29\/die-technische-abteilung-der-rgk-stellt-sich-vor\/","title":{"rendered":"Das Referat f\u00fcr Prospektions- und Grabungsmethodik der RGK stellt sich vor"},"content":{"rendered":"\n<p>Das Referat f\u00fcr Prospektions- und Grabungsmethodik der RGK (gegr\u00fcndet 2010 und fr\u00fcher auch kurz als &#8222;Technische Abteilung&#8220; bezeichnet) begleitet arch\u00e4ologische Forschungsvorhaben der R\u00f6misch-Germanischen Kommission und unserer Kooperationspartner durch \u201enicht- und minimalinvasive\u201c Methoden, aber auch durch Ausgrabungen und die naturwissenschaftliche Untersuchung arch\u00e4ologischer Funde und Befunde. Au\u00dferdem unterst\u00fctzen wir externe Partner bei der Planung von Vorhaben und koordinieren den Einsatz von Methoden und Techniken.<\/p>\n\n\n\n<p>Unsere\nT\u00e4tigkeitsbereiche und angewandten Methoden sind inzwischen so vielf\u00e4ltig, dass\nwir hier einmal einen kleinen \u00dcberblick dar\u00fcber geben m\u00f6chten.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"626\" src=\"https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2019\/05\/AbbX_Methoden\u00fcbersicht-1024x626.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-360\" srcset=\"https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2019\/05\/AbbX_Methoden\u00fcbersicht-1024x626.jpg 1024w, https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2019\/05\/AbbX_Methoden\u00fcbersicht-600x367.jpg 600w, https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2019\/05\/AbbX_Methoden\u00fcbersicht-800x489.jpg 800w, https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2019\/05\/AbbX_Methoden\u00fcbersicht-768x469.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption> Abb. 1: \u00dcbersicht \u00fcber das vielseitige Methodenspektrum, auf das das Referat f\u00fcr Prospektions- und Grabungsmethodik der RGK zur\u00fcckgreift (Abb.  K. Rassmann \/ H. H\u00f6hler-Brockmann). <\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>3D-Daten und\nDrohneneinsatz<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die ersten Schritte einer arch\u00e4ologischen Untersuchung \u2013\nsei es einer kulturhistorisch relevanten Landschaft, einer Fundstelle oder auch\neines Fundobjekts \u2013 bestehen aus einer detaillierten Dokumentation des\nvorhandenen Zustandes. Hierzu wenden wir seit einiger Zeit Methoden der\nbildbasierten 3D-Modellierung (oftmals auch als SfM = <em>Structure from Motion<\/em> bezeichnet) an, um hochaufgel\u00f6ste,\ndreidimensionale Daten der Objekt- oder Gel\u00e4ndeoberfl\u00e4che zu generieren. Mit\nHilfe dieser Modellierung k\u00f6nnen komplexe Situationen besser eingesch\u00e4tzt und\nausgewertet werden. Diese Erfassungsart ist unabh\u00e4ngig vom Ma\u00dfstab des\nUntersuchungsgegenstands (skalierungsunabh\u00e4ngig) und wird somit auch in allen\nBereichen der arch\u00e4ologischen Feldforschung der RGK angewandt \u2013 vom\nBrandlehmfragment bis hin zur kupferzeitlichen Gro\u00dfsiedlung. Die M\u00f6glichkeiten\ndieser Methode sind also sehr breit gef\u00e4chert. Lediglich die eingesetzte\nAusr\u00fcstung und die ben\u00f6tigten Hilfsmittel \u00e4ndern sich je nach Objektgr\u00f6\u00dfe,\ngew\u00fcnschtem Detailgrad und der Fragestellung.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"724\" src=\"https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2019\/05\/Abb2_3D-1024x724.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-361\" srcset=\"https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2019\/05\/Abb2_3D-1024x724.jpg 1024w, https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2019\/05\/Abb2_3D-566x400.jpg 566w, https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2019\/05\/Abb2_3D-800x566.jpg 800w, https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2019\/05\/Abb2_3D-768x543.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption> Abb. 2: Verschiedenste Objekte aus den arch\u00e4ologischen Feldprojekten der  RGK wurden dreidimensional dokumentiert und digital untersucht (Abb. H.  H\u00f6hler-Brockmann). <\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Uns steht ein umfangreiches Equipment zur Verf\u00fcgung,\ndarunter ein mobiles System zur Dokumentation von Objekten mit Lichtzelt,\nLampen, Stativen und Drehteller, das komplett in einem Fotorucksack Platz\nfindet. Zur Landschaftsdokumentation nutzen wir sogenannte UAV-Systeme (UAV = <em>Unmanned Aerial Vehicle<\/em>), auch bekannt\nals Drohnen. Hier reicht das Spektrum von der Kleinstdrohne im\nHandtaschenformat zur schnellen \u00dcberfliegung bis hin zum automatisierbaren\nFlugger\u00e4t mit Vollformat-Kamera und der M\u00f6glichkeit weitere Messger\u00e4te,\nbeispielsweise einen Multispektralsensor, anzubringen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2019\/05\/Abb2_UAV-1024x768.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-362\" srcset=\"https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2019\/05\/Abb2_UAV-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2019\/05\/Abb2_UAV-533x400.jpg 533w, https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2019\/05\/Abb2_UAV-800x600.jpg 800w, https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2019\/05\/Abb2_UAV-768x576.jpg 768w, https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2019\/05\/Abb2_UAV.jpg 1200w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption> Abb 3: UAV bei der Einsatzvorbereitung im s\u00fcdostungarischen \u00d6cs\u00f6d. Die  vollautomatisierbare Drohne ist hierbei mit einem Multispektralsensor  ausgestattet (Abb. H. H\u00f6hler-Brockmann). <\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>Geomagnetische\nProspektion<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Wir besch\u00e4ftigen uns bereits seit 2003\nmit der non-invasiven magnetischen Prospektion von arch\u00e4ologischen\nLandschaften. \u00dcber die Jahre hinweg bis heute konnten die Technik und das\nben\u00f6tigte Know-how immer weiter ausgebaut, verbessert und verfeinert werden,\nsodass zum Beispiel die bei der Feldforschung gewonnenen Daten durch diverse\nProgramme und Filter interpretierbar sind. Dabei ist zu beachten, dass nur eine\nhohe Datenqualit\u00e4t der Messung im Felde auch gute Daten f\u00fcr die sp\u00e4tere\nInterpretation liefern. So zahlt es sich aus, dass die RGK auf einen reichen\nErfahrungsschatz zur\u00fcckgreifen kann und in der Forschung gut vernetzt ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Referat f\u00fcr Prospektions- und Grabungsmethodik der RGK verf\u00fcgt \u00fcber ein 5-Sonden Ger\u00e4t, das sowohl geschoben, getragen als auch fahrzeuggest\u00fctzt gezogen werden kann. Dieser kleine Messwagen eignet sich hervorragend f\u00fcr kleinere Areale und schwer einsehbares Gel\u00e4nde.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr gro\u00dffl\u00e4chige Prospektionen haben wir\nein 14-Sonden-Ger\u00e4t, welches fahrzeuggest\u00fctzt gezogen wird. Hier entscheiden\nwir aufgrund des Gel\u00e4ndes, welche Zugmaschine zum Einsatz kommt. Zumeist hat\nsich ein Gel\u00e4ndewagen oder ein Quad als die beste Wahl herausgestellt. Mit\ndiesem fast 3,5 m breiten Ger\u00e4t lassen sich in k\u00fcrzester Zeit gro\u00dfe Fl\u00e4chen (10\nbis 30 ha pro Tag) untersuchen. Diese Art der Prospektion erm\u00f6glicht es, gro\u00dfr\u00e4umige\nFenster in der Forschungslandschaft zu \u00f6ffnen und auch die Peripherie der meist\nschon bekannten Fundorte mit einzubeziehen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" src=\"https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2019\/05\/Abb3_5Sonder-1024x683.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-363\" srcset=\"https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2019\/05\/Abb3_5Sonder-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2019\/05\/Abb3_5Sonder-600x400.jpg 600w, https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2019\/05\/Abb3_5Sonder-800x533.jpg 800w, https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2019\/05\/Abb3_5Sonder-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2019\/05\/Abb3_5Sonder-90x60.jpg 90w, https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2019\/05\/Abb3_5Sonder.jpg 1200w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption> Abb. 4: Das 5-Sondenger\u00e4t im Einsatz in Gorzsa in Ungarn (Abb. R. Scholz). <\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"576\" src=\"https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2019\/05\/Abb5_14sonde-1024x576.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-365\" srcset=\"https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2019\/05\/Abb5_14sonde-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2019\/05\/Abb5_14sonde-600x338.jpg 600w, https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2019\/05\/Abb5_14sonde-800x450.jpg 800w, https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2019\/05\/Abb5_14sonde-768x432.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption> Abb. 5: Das 14-Sondenger\u00e4t im Einsatz (Abb. J. Kalmbach). <\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>Das Labor \u2013 Der Boden als arch\u00e4ologische\nQuelle und die Objektarch\u00e4ologie<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Zu\nunseren minimal-invasiven Methoden im Feld geh\u00f6ren Bohrungen, die wir gezielt\nauf Grundlage der Ergebnisse unserer Prospektionen anlegen. Wir bohren dabei\nz.B. arch\u00e4ologische Strukturen wie Siedlungen, H\u00e4user oder Gr\u00e4ben an, um einen\nEindruck davon zu erhalten, wie m\u00e4chtig die Befundschichten sind und wie die\nStratigrafie aufgebaut des Fundplatzes aufgebaut ist, aber auch um\nProbenmaterial f\u00fcr 14C-Datierungen zu gewinnen und damit die zeitliche Tiefe\nder Pl\u00e4tze zu erfassen. Im Boden erhaltene Mikroreste wie Pollen und Sporen\nlassen Aussagen zur Vegetation der damaligen Zeit zu; Makroreste wie\nGetreidek\u00f6rner und Fr\u00fcchte geben Einblicke in die Ern\u00e4hrung vergangener\nEpochen.<\/p>\n\n\n\n<p>Mithilfe\neines speziellen Ger\u00e4ts, einem sogenannten Suszeptibilit\u00e4tmessger\u00e4t, k\u00f6nnen wir\ndie magnetische Anregbarkeit der Sedimente in den Bohrkernen messen, die uns\nbereits erste Anhaltspunkte f\u00fcr genauere Analysen bietet. Anhand der\nelementaren Zusammensetzung der aus den Bohrkernen gewonnen Sedimentproben\nk\u00f6nnen wir besonders durch die Phosphorwerte Siedlungsaktivit\u00e4ten und deren\nIntensit\u00e4t nachweisen. F\u00fcr die bodenchemischen Untersuchungen von Bohrkernen\noder Bodenproben, die bei Ausgrabungen gewonnen wurden, setzen wir ein\ntragbares R\u00f6ntgenfluoreszenzmessger\u00e4t ein. In den letzten Jahren haben wir ca.\n5000 Bodenproben von Ausgrabungen und Bohrprospektionen untersucht. Dabei ist\nes wichtig, dass eine H\u00e4lfte eines jeden Bohrkerns archiviert wird, damit wir\nbei aufkommenden neuen Analysemethoden auch in Zukunft weitere Beprobungen\nvornehmen k\u00f6nnen. Welche spannenden Informationen noch im Boden stecken, werden\nwir in weiteren Blogeintr\u00e4gen noch verraten.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"923\" height=\"615\" src=\"https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2019\/05\/Abb5_Bohrkern.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-366\" srcset=\"https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2019\/05\/Abb5_Bohrkern.jpg 923w, https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2019\/05\/Abb5_Bohrkern-600x400.jpg 600w, https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2019\/05\/Abb5_Bohrkern-800x533.jpg 800w, https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2019\/05\/Abb5_Bohrkern-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2019\/05\/Abb5_Bohrkern-90x60.jpg 90w\" sizes=\"(max-width: 923px) 100vw, 923px\" \/><figcaption> Abb. 6: Liner eines Bohrkerns \u2011 aufges\u00e4gt und bereit zur Dokumentation und Probenentnahme (Abb. J. Kalmbach). <\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Neben der Dokumentation und Beprobung unserer\nBohrkerne, liegt ein weiterer Schwerpunkt der Laborarbeiten in der\nObjektarch\u00e4ologie. Unser Digitalmikroskop ist hierf\u00fcr unser wichtigstes\nMethodeninstrument, das uns mit seiner bis zu 2000-fachen Vergr\u00f6\u00dferung erlaubt\nzum Beispiel Aussagen zu Herstellungstechniken von Keramikgef\u00e4\u00dfen zu treffen,\nindem wir uns Magerungsbestandteile und Spuren des Gef\u00e4\u00dfaufbaus genauer\nanschauen. Au\u00dferdem k\u00f6nnen wir damit Gebrauchsspuren an Werkzeugen untersuchen\nund vergr\u00f6\u00dferte Detailaufnahmen von Objekten erstellen. Mit der 3D-Funktion ist\nes uns m\u00f6glich die Oberfl\u00e4chenbeschaffenheit von Objekten zu visualisieren. Zurzeit\nwird das Digitalmikroskop zudem zur Untersuchung von Manipulationsspuren an\nMenschenknochen genutzt. Neben arch\u00e4ometrischen und taphonomischen\nFragestellungen, beantworten derartige Objektanalysen auch Fragen zu einst\ndurchgef\u00fchrten Praktiken wie der Herstellung, dem Gebrauch und der Deponierung\nvon Gegenst\u00e4nden, und verbessern so das Verst\u00e4ndnis vergangener Gesellschaften.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"683\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2019\/05\/Abb7_Mikroskopie-kleiner-683x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-367\" srcset=\"https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2019\/05\/Abb7_Mikroskopie-kleiner-683x1024.jpg 683w, https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2019\/05\/Abb7_Mikroskopie-kleiner-267x400.jpg 267w, https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2019\/05\/Abb7_Mikroskopie-kleiner-400x600.jpg 400w, https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2019\/05\/Abb7_Mikroskopie-kleiner-768x1152.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 683px) 100vw, 683px\" \/><figcaption> Abb. 7: Unser Digitalmikroskop im Einsatz \u2011 Untersuchung von Schnittspuren an Menschenknochen (Abb. J. Kalmbach). <\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><strong>Unterwasserarch\u00e4ologie<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Neben den vielen genannten Methoden an unserem Haus decken wir zus\u00e4tzlich ein weiteres Feld der arch\u00e4ologischen Forschung ab: die Unterwasserarch\u00e4ologie. In Zusammenarbeit mit dem Internationalen UNESCO-Zentrum f\u00fcr Unterwasserarch\u00e4ologie in Zadar (<a href=\"https:\/\/icua.hr\/en\">https:\/\/icua.hr\/en<\/a>) werden neue Dokumentationsmethoden speziell f\u00fcr die Arbeiten unter Wasser entwickelt oder vorhandene Verfahren angepasst. So konnte in der Adria ein Wrack aus dem 16. Jahrhundert vollst\u00e4ndig freigelegt und mittels einer Abwandlung der oben erw\u00e4hnten SfM-Methode \u00fcber Tausende Messfotos zu einem 3D-Model verrechnet werden. Auch werden Konzepte f\u00fcr den Schutz und den Erhalt derartiger Gl\u00fccksfunde entwickelt und in der Praxis getestet. Aktuell werden die Sicherungsma\u00dfnahmen am Wrack vor der kroatischen Stadt Pula \u00fcberpr\u00fcft und wenn n\u00f6tig verbessert.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2019\/05\/Abb7_Tauchen-1024x768.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-368\" srcset=\"https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2019\/05\/Abb7_Tauchen-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2019\/05\/Abb7_Tauchen-533x400.jpg 533w, https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2019\/05\/Abb7_Tauchen-800x600.jpg 800w, https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2019\/05\/Abb7_Tauchen-768x576.jpg 768w, https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2019\/05\/Abb7_Tauchen.jpg 1386w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption> Abb. 8: Freilegen der Befunde am Wrack vor Pula in Jahr 2016 (Abb. M. Pe\u0161i\u0107, ICUA Zadar). <\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"489\" src=\"https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2019\/05\/Abb8_Wrack-1024x489.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-369\" srcset=\"https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2019\/05\/Abb8_Wrack-1024x489.jpg 1024w, https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2019\/05\/Abb8_Wrack-600x286.jpg 600w, https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2019\/05\/Abb8_Wrack-800x382.jpg 800w, https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2019\/05\/Abb8_Wrack-768x367.jpg 768w, https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2019\/05\/Abb8_Wrack.jpg 1387w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption> Abb. 9: 3D-Model der Wrackstruktur (Abb. R. Scholz). <\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>In welchen Zusammenh\u00e4ngen die Methoden\nzum Einsatz kommen, erfahren Sie in den kommenden Blogbeitr\u00e4gen, wenn wir\neinige unserer Projekte genauer vorstellen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Referat f\u00fcr Prospektions- und Grabungsmethodik der RGK (gegr\u00fcndet 2010 und fr\u00fcher auch kurz als &#8222;Technische Abteilung&#8220; bezeichnet) begleitet arch\u00e4ologische Forschungsvorhaben der R\u00f6misch-Germanischen Kommission und unserer Kooperationspartner durch \u201enicht- und minimalinvasive\u201c Methoden, aber auch durch Ausgrabungen und die naturwissenschaftliche Untersuchung arch\u00e4ologischer Funde und Befunde. 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