{"id":425,"date":"2019-09-17T14:08:11","date_gmt":"2019-09-17T12:08:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/?p=425"},"modified":"2019-09-30T12:34:42","modified_gmt":"2019-09-30T10:34:42","slug":"from-boyne-to-brodgar-%e2%80%91-sakrale-landschaften-und-monumente-in-irland-und-auf-der-insel-rousay","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/2019\/09\/17\/from-boyne-to-brodgar-%e2%80%91-sakrale-landschaften-und-monumente-in-irland-und-auf-der-insel-rousay\/","title":{"rendered":"From Boyne to Brodgar \u2011 Sakrale Landschaften und Monumente in Irland und auf der Insel Rousay"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" src=\"\" alt=\"\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Kampagne\n2019<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Mitarbeiter des Referats f\u00fcr Prospektions- und Grabungsmethodik waren im Mai und Juli diesen Jahres auf Feldforschung auf der Orkney Insel Rousay (Nord-Schottland) und im irischen Boyne Valley n\u00f6rdlich von Dublin (Abb. 1 und 3).<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"666\" src=\"https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2019\/09\/01_ueberblick_orkney_rousay_komp-1024x666.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-426\" srcset=\"https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2019\/09\/01_ueberblick_orkney_rousay_komp-1024x666.jpg 1024w, https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2019\/09\/01_ueberblick_orkney_rousay_komp-600x390.jpg 600w, https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2019\/09\/01_ueberblick_orkney_rousay_komp-800x520.jpg 800w, https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2019\/09\/01_ueberblick_orkney_rousay_komp-768x499.jpg 768w, https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2019\/09\/01_ueberblick_orkney_rousay_komp-90x60.jpg 90w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption> Abbildung 1: Orkney Inseln (Schottland); rechts: Insel Rousay mit den bis  2019 prospektierten Gebieten (\u00a9 K. Rassmann); rechts unten: die  ber\u00fchmten neolithischen Siedlungsreste von Scara Brae auf der Insel  Mainland (Drohnenaufnahme \u00a9RGK) <\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Seit 2016 beteiligt sich die RGK an der \u201eFrom Boyne to Brodgar\u201c- Initiative, die die Entstehung jungsteinzeitlicher (neolithischer) Kulturlandschaften im Nordwesten Europas untersucht. Ausgangspunkt ist die sogenannte \u201eatlantische Route\u201c der Neolithisierung, die \u00fcber das Irische Meer nach Irland, den Man-Inseln und weiter nach Schottland f\u00fchrte. Die Gemeinsamkeiten zwischen den einzelnen Regionen, die die engen Vernetzungen w\u00e4hrend des Neolithikums belegen, zeigen sich besonders eindr\u00fccklich in der monumentalen Architektur, wie Megalithgr\u00e4bern und Erdwerken. <\/p>\n\n\n\n<p>Unser Hauptziel ist, es die sozio-\u00f6kologischen Beziehungen innerhalb und zwischen den Untersuchungsr\u00e4umen zu erforschen. Um die komplexen Wechselspiele besser verstehen zu k\u00f6nnen, haben wir uns f\u00fcr einen breiten interdisziplin\u00e4ren landschaftsbasierten Forschungsansatz entschieden. Dieser fu\u00dft auf einer Kombination aus Fernerkundung, geophysikalischer Prospektion, bodenkundlicher Analyse, Bohrungen und GIS-Modellierungen. <\/p>\n\n\n\n<p>Bei den diesj\u00e4hrigen Kampagnen in\nIrland und auf Orkney kamen sowohl unser 5-Sonden-, als auch unser 14-Sonden-\nSystem f\u00fcr die magnetische Prospektion zum Einsatz. Das erm\u00f6glichte es uns,\ngleichzeitig gro\u00dfe Areale, aber auch schwer zug\u00e4ngliches Gel\u00e4nde zu\nuntersuchen. Zus\u00e4tzlich nehmen wir mit unseren Drohnen Luftbilder der\nUntersuchungsgebiete auf, u.a. zur Erstellung von Gel\u00e4ndemodellen. <\/p>\n\n\n\n<p>Seit 2018 besteht eine Kooperation mit\ndem Deutschen Institut f\u00fcr Luft- und Raumfahrt und so nahm an unserer Irland\nKampagne Thomas Busche vom DLR teil, mit dem wir gemeinsam Satellitenbilder\n(TerraSAR-X) unserer Untersuchungsregionen auswerten (<a href=\"https:\/\/www.dlr.de\/hr\/\">https:\/\/www.dlr.de\/hr\/<\/a>).<\/p>\n\n\n\n<p>Unsere Partnerinstitutionen in Irland\nsind das University College in Dublin (UCD) (<a href=\"http:\/\/www.ucd.ie\/archaeology\/\">http:\/\/www.ucd.ie\/archaeology\/<\/a>), die National University of Ireland\nin Galway (https:\/\/www.nuigalway.ie\/archaeology\/ ) und der National Monument Service\nIreland (<a href=\"https:\/\/www.archaeology.ie\/\">https:\/\/www.archaeology.ie\/<\/a>). Die Kampagne 2019 leitete von\nirischer Seite Stephen Davis vom UCD. In Schottland arbeiten wir mit der\nUniversity of Highlands and Islands (<a href=\"https:\/\/www.uhi.ac.uk\/en\/archaeology-institute\/\">https:\/\/www.uhi.ac.uk\/en\/archaeology-institute\/<\/a>), dem National Museum of Scotland in\nEdinburgh (<a href=\"https:\/\/www.nms.ac.uk\/national-museum-of-scotland\/\">https:\/\/www.nms.ac.uk\/national-museum-of-scotland\/<\/a>) und Historic Environment Scotland,\nder f\u00fcr die arch\u00e4ologische Denkmalpflege ma\u00dfgeblichen Einrichtung. Julie Gibson\nvon der University of Highlands and Islands war im Jahr 2019 von schottischer\nSeite f\u00fcr die Planung und Durchf\u00fchrung verantwortlich. <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"733\" src=\"https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2019\/09\/arbeitsbilder_methoden_komp-1024x733.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-427\" srcset=\"https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2019\/09\/arbeitsbilder_methoden_komp-1024x733.jpg 1024w, https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2019\/09\/arbeitsbilder_methoden_komp-559x400.jpg 559w, https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2019\/09\/arbeitsbilder_methoden_komp-800x573.jpg 800w, https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2019\/09\/arbeitsbilder_methoden_komp-768x550.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption> Abbildung 2: Unser Team bei der Arbeit: A: Prospektion mit dem  5-Sonden-Ger\u00e4t in Irland (\u00a9K. Rassmann). B: Prospektion mit dem  fahrzeuggest\u00fctzen 14-Sondensystem (\u00a9M. Kohle). C: Aufbau der GPS  Basisstation unter neugierigen Blicken des schafh\u00fctenden Lamas (in der  Ferne blickt man \u00fcber die Boyne nach Dowth; \u00a9I. Hohle). D: Starten unserer gro\u00dfen Drohne f\u00fcr Luftbildaufnahmen (im Hintergrund sieht man  Newgrange; \u00a9K. Rassmann). <\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Sowohl das Boyne Valley als auch die Orkney Inseln sind bekannt f\u00fcr ihre zahlreichen jungsteinzeitlichen Monumente, die z.T. die Zeit bis heute \u00fcberdauert haben oder freigelegt und rekonstruiert wurden. Eines der wohl bekanntesten\narch\u00e4ologischen Monumente Irlands ist Newgrange (Abb. 3, rechts oben), in\ndessen weiteren Umfeld die RGK ihre Feldforschungen betreibt. Wenngleich das\nheutige Erscheinungsbild in der Fachwelt kontrovers diskutiert wird, handelt es\nsich ohne Zweifel um eines der herausragenden neolithischen Sakralmonumente\nEuropas. <\/p>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend das Gebiet um Newgrange und\ndie nicht minder bedeutsamen Monumente von Knowth und Dowth n\u00f6rdlich der Boyne\nzur World Heritage Site des Br\u00fa na B\u00f3\u00ednne&nbsp; geh\u00f6ren, sind die Gebiete s\u00fcdlich der Boyne\nbisher nur ausschnittsweise arch\u00e4ologisch erfasst. Befindet man sich in der\ndortigen Landschaft, erschlie\u00dft sich noch heute eindr\u00fccklich, dass die\neinzelnen Monumente r\u00e4umlich aufeinander Bezug nehmen und sich jeweils auf\nH\u00fcgeln in Sichtachse befinden. Unser Team des Referats f\u00fcr Prospektions- und\nGrabungsmethodik hat im Juli dieses Jahres erstmals in der s\u00fcdlichen Peripherie\nder Welterbest\u00e4tte auf dem Donore Hill, eine markante Erhebung \u2011 und in\nSichtachse zu den genannten Monumenten \u2011 magnetische Prospektionen\ndurchgef\u00fchrt. <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"468\" src=\"https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2019\/09\/ueberblick_irland_boynevalley_komp-1024x468.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-428\" srcset=\"https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2019\/09\/ueberblick_irland_boynevalley_komp-1024x468.jpg 1024w, https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2019\/09\/ueberblick_irland_boynevalley_komp-600x274.jpg 600w, https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2019\/09\/ueberblick_irland_boynevalley_komp-800x366.jpg 800w, https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2019\/09\/ueberblick_irland_boynevalley_komp-768x351.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption> Abbildung 3:&nbsp; Das irische Boyne Valley mit den zwischen 2014 und 2019  prospektierten Arealen; gr\u00fcn umrandet sind die diesj\u00e4hrigen Fl\u00e4chen (\u00a9K.  Rassmann); rechts oben: Drohnenaufnahme von Newgrange (\u00a9RGK); rechts  unten: einer der zahlreichen &#8222;carved stones&#8220; die das Hauptmonument von  Knowth umgeben (\u00a9I. Hohle) <\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Auf\nder ersten Fl\u00e4che, die wir dort untersucht haben, wurden wir von den\nGrundst\u00fcckseigent\u00fcmern auf einen Steinhaufen hingewiesen, der dort im Volksmund\nals \u201e<em>famine grave<\/em>\u201c bezeichnet wird\nund sich auf dem h\u00f6chsten Punkt der Fl\u00e4che befand. Man nahm also an, dass es\nsich um ein neuzeitliches Grab aus Zeiten der Hungersnot zwischen 1845\u20111849\nhandele. Unsere magnetische Prospektion zeigt kreisf\u00f6rmig angeordnete\nPfostenstrukturen und Gr\u00e4bchen, die jenen der neolithischen Monumente im\nKerngebiet des Welterbest\u00e4tte im Boyne Valley \u00e4hneln. In unmittelbarer N\u00e4he\nheben sich deutliche Pfostenstrukturen eines gro\u00dfen Langhauses ab. Wir\nvermuten, dass es sich hierbei um ein Geb\u00e4ude der Bronzezeit handelt&nbsp; (Abb. 4).<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"308\" height=\"195\" src=\"https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2019\/09\/haus_staleen_flaeche1_komp.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-429\"\/><figcaption> Abbildung 4 Ausschnitt aus dem Magnetikplan von Staleen, s\u00fcdlich der Boyne. Neben einem wahrscheinlichen Grabmonument, heben sich deutlich die Pfosten eines gro\u00dfen Geb\u00e4udes ab. <\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Nicht\nweit entfernt von Newgrange stie\u00dfen wir bereits 2018 auf ein neolithisches\nMonument aus kreisf\u00f6rmig angelegten Gr\u00e4bchen, Pfosten und m\u00f6glicherweise\nSteinsetzungen, welches wir in diesem Jahr vollst\u00e4ndig prospektiert haben (Abb.\n3, rot markierter Bereich A). \u00dcber unsere spannende Entdeckung wurde im August\nauch in der irischen Presse berichtet:<\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.independent.ie\/irish-news\/spectacular-monument-aligned-with-the-winter-solstice-found-near-newgrange-38381720.html\">https:\/\/www.independent.ie\/irish-news\/spectacular-monument-aligned-with-the-winter-solstice-found-near-newgrange-38381720.html<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>Die\nAuswertung und Interpretation dieser Strukturen mit den neuen Daten ist noch\nnicht abgeschlossen. Wie ein solcher Prozess aussehen kann, zeigt die Abbildung\n5, in der eine m\u00f6gliche Interpretation der Anomalien anhand der nT-Werte, Form\nund Gr\u00f6\u00dfe dargestellt ist.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2019\/09\/geomag_monument_newgrange_icon-1024x725.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-430\" width=\"470\" height=\"332\" srcset=\"https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2019\/09\/geomag_monument_newgrange_icon-1024x725.jpg 1024w, https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2019\/09\/geomag_monument_newgrange_icon-565x400.jpg 565w, https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2019\/09\/geomag_monument_newgrange_icon-800x566.jpg 800w, https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2019\/09\/geomag_monument_newgrange_icon-768x544.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 470px) 100vw, 470px\" \/><figcaption> Abbildung 5: Umzeichnung eines Magnetikplans mit Interpretation der Strukturen (\u00a9M. Kohle\/K. Rassmann); Grafik: \u00a9Jonas Fischer <\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Das\nBoyne Valley ist noch heute eine der fruchtbarsten Gebiete Irlands, sodass\ndieser nat\u00fcrliche Gunstraum mit seiner abwechslungsreichen Landschaft sicher\neiner der Gr\u00fcnde gewesen ist, warum dort seit der Jungsteinzeit so intensive\nmenschliche Aktivit\u00e4ten nachgewiesen sind. Dagegen ist es umso erstaunlicher,\ndass sich in der gleichen Zeit auf den abgelegeneren Orkney Inseln Schottlands\n\u00e4hnlich intensive Baut\u00e4tigkeiten nachweisen lassen. Nur\nein geringer Teil der Insel Rousay kann agrarisch genutzt werden, sodass es\nzun\u00e4chst nicht verwundert, dass kaum Siedlungen aus dem Neolithikum bekannt\nsind. Dagegen sind bisher zahlreich Megalithgr\u00e4berdokumentiert: monumentale Grabanlagen aus einem oder mehreren\nGang- und Kammersystemen. Eine Besonderheit weist der Taversoe Tuick auf Rousay\nauf&nbsp; (Abb. 6). Hier verteilen sich die\nKammern auf zwei Etagen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"342\" src=\"https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2019\/09\/02_taversoe_tuick_komp-1024x342.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-431\" srcset=\"https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2019\/09\/02_taversoe_tuick_komp-1024x342.jpg 1024w, https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2019\/09\/02_taversoe_tuick_komp-600x200.jpg 600w, https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2019\/09\/02_taversoe_tuick_komp-800x267.jpg 800w, https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2019\/09\/02_taversoe_tuick_komp-768x256.jpg 768w, https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2019\/09\/02_taversoe_tuick_komp-540x180.jpg 540w, https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2019\/09\/02_taversoe_tuick_komp-480x160.jpg 480w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption> Abbildung 6: Der Taversoe Tuick auf Rousay mit Blick auf die K\u00fcste und  die Insel Wyre. Unten: Blick von der oberen Kammer in die untere (\u00a9 I.  Hohle). <\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Im Boyne Valley in Ostirland und auf\nOrkney im Norden Schottlands beziehen die St\u00e4tten des Weltkulturerbes nicht nur\ndie au\u00dfergew\u00f6hnlichen Denkm\u00e4ler mit ein, sondern auch deren arch\u00e4ologisches\nHinterland. Folglich konzentrieren sich die Untersuchungen der RGK und unserer\nirischen und schottischen Partner auf gro\u00dfe Gebiete in diesen Landschaften, um\ndiese Denkm\u00e4ler in einen weiten arch\u00e4ologischen Kontext zu setzen.<\/p>\n\n\n\n<p>In unserem Projekt wird u.a. die Frage\nnach dem Verh\u00e4ltnis von Siedlungen und (Grab-) Monumenten untersucht, sodass\nsich im Falle von Rousay die Frage gestellt hat, ob es nur dem Forschungsstand\ngeschuldet ist, dass f\u00fcr die Jungsteinzeit dort \u00fcberwiegend Grabmonumente\nbelegt sind. Mit unserem fahrzeuggest\u00fctzen 14-Sonden-System (Abb. 2), sind wir\nin der Lage, sehr gro\u00dfe Areale magnetisch zu prospektieren und so das Umfeld\nder bekannten Monumente zu erfassen. So ist es uns gelungen, im Rinyo Valley\n(Abb. 1, im Osten von Rousay) Siedlungsreste zu detektieren, die jenen des\nber\u00fchmten Fundplatzes von Scara Brae auf der Insel Mainland \u00e4hneln (Abb. 1). <\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignleft is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2019\/09\/03_Wasbister_Loch_DSCF5032-1024x768.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-432\" width=\"481\" height=\"361\" srcset=\"https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2019\/09\/03_Wasbister_Loch_DSCF5032-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2019\/09\/03_Wasbister_Loch_DSCF5032-533x400.jpg 533w, https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2019\/09\/03_Wasbister_Loch_DSCF5032-800x600.jpg 800w, https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2019\/09\/03_Wasbister_Loch_DSCF5032-768x576.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 481px) 100vw, 481px\" \/><figcaption> Abbildung 7: Insel Rousay. Blick auf die Nordostk\u00fcste mit dem Loch Wasbister im Hintergrund. <\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Bei der diesj\u00e4hrigen Kampagne haben wir uns auf ein gro\u00dfes Areal um den Loch Wasbister (Abb. 1 und 7) konzentriert und sind dabei auf Blitzeinschl\u00e4ge und alte Feldsysteme, an mehreren Stellen aber auch auf Strukturen gesto\u00dfen, bei denen es sich wahrscheinlich um Spuren jungstein- oder bronzezeitlicher&nbsp; Monumente handelt, deren \u00dcberreste obert\u00e4gig nicht mehr erhalten sind (Beispiel siehe Abb. 8).<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2019\/09\/rousay_geomag.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-433\" width=\"393\" height=\"278\"\/><figcaption> Abbildung 8: Insel Rousay, Ausschnitt aus der Magnetik, bei dem neben  mehreren Strukturen eine gro\u00dfe, kreisf\u00f6rmige Struktur mit auff\u00e4lligen  Anomalien im Inneren auff\u00e4llt (\u00a9I. Hohle) <\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2019\/09\/01_gruppenfoto_rousay2019-1024x683.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-434\" width=\"453\" height=\"302\" srcset=\"https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2019\/09\/01_gruppenfoto_rousay2019-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2019\/09\/01_gruppenfoto_rousay2019-600x400.jpg 600w, https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2019\/09\/01_gruppenfoto_rousay2019-800x533.jpg 800w, https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2019\/09\/01_gruppenfoto_rousay2019-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2019\/09\/01_gruppenfoto_rousay2019-90x60.jpg 90w\" sizes=\"(max-width: 453px) 100vw, 453px\" \/><figcaption> Abbildung 9: Das Team der Kampagne 2019 auf Rousay (\u00a9RGK) <\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Am letzten Tag unserer diesj\u00e4hrigen Kampagne von Rousay wurden wir schlie\u00dflich mit gutem Wetter belohnt (Abb. 9).<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>An dieser Stelle werden wir nat\u00fcrlich auch \u00fcber die noch kommenden Kampagnen berichten.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2019\/09\/Newgrange-mit-Stein-1-724x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-445\" width=\"422\" height=\"597\" srcset=\"https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2019\/09\/Newgrange-mit-Stein-1-724x1024.jpg 724w, https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2019\/09\/Newgrange-mit-Stein-1-283x400.jpg 283w, https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2019\/09\/Newgrange-mit-Stein-1-424x600.jpg 424w, https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2019\/09\/Newgrange-mit-Stein-1-768x1086.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 422px) 100vw, 422px\" \/><figcaption>(Illustration: Jonas Fischer)<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>\nWir danken unseren schottischen und irischen Kollegen f\u00fcr die sehr gute Zusammenarbeit! \n\n<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kampagne 2019 Mitarbeiter des Referats f\u00fcr Prospektions- und Grabungsmethodik waren im Mai und Juli diesen Jahres auf Feldforschung auf der Orkney Insel Rousay (Nord-Schottland) und im irischen Boyne Valley n\u00f6rdlich von Dublin (Abb. 1 und 3). Seit 2016 beteiligt sich die RGK an der \u201eFrom Boyne to Brodgar\u201c- Initiative, die die Entstehung jungsteinzeitlicher (neolithischer) Kulturlandschaften im Nordwesten Europas untersucht. Ausgangspunkt [&#8230;]<\/p>\n","protected":false},"author":28,"featured_media":422,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[37,18,22,1],"tags":[45,48,46,42,43,47,44],"class_list":["post-425","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-crossing-borders-forschungsfeld-1","category-research-areas-and-topics","category-technical-department","category-allgemein","tag-boyne-valley","tag-jungsteinzeit","tag-orkney","tag-rgk","tag-roemisch-germanische-kommission","tag-rousay","tag-sakrale-landschaften"],"cc_featured_image_caption":{"caption_text":false,"source_text":false,"source_url":false},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/425"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/wp-json\/wp\/v2\/users\/28"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=425"}],"version-history":[{"count":15,"href":"https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/425\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":476,"href":"https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/425\/revisions\/476"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/wp-json\/wp\/v2\/media\/422"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=425"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=425"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=425"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}