{"id":524,"date":"2020-02-11T09:26:17","date_gmt":"2020-02-11T08:26:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/?p=524"},"modified":"2021-05-03T10:57:05","modified_gmt":"2021-05-03T08:57:05","slug":"von-mini-zu-mega-prospektion-von-siedlungen-und-megasites-der-cucuteni-tripolje-kultur-in-rumaenien-und-moldawien","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/2020\/02\/11\/von-mini-zu-mega-prospektion-von-siedlungen-und-megasites-der-cucuteni-tripolje-kultur-in-rumaenien-und-moldawien\/","title":{"rendered":"Von Mini zu Mega: Prospektion von Siedlungen und Megasites der Cucuteni-Tripolje-Kultur in Rum\u00e4nien und Moldawien"},"content":{"rendered":"\n<p>Im Oktober 2019\nhat sich ein Team des Referats f\u00fcr Prospektions- und Grabungsmethodik der RGK\nauf den langen Weg ins nord\u00f6stliche Rum\u00e4nien und in die Republik Moldau\nbegeben, um Siedlungen der Cucu\u0163eni-Tripolje-Kultur zu prospektieren. Mit im\nGep\u00e4ck waren unsere beiden Magnetik-Systeme, das fahrzeuggest\u00fctzte 14-Sonden-\nMessger\u00e4t und unser inzwischen ebenfalls fahrzeuggest\u00fctzt einsetzbares 5-Sonden-\nMessger\u00e4t (SENSYS-MAGNETO\u00a9 MX-ARCH), Drohnen und die Rammkernsonde samt\nBohrequipment. Wir hatten einiges vor und haben am Ende sogar noch mehr\ngeschafft als geplant. Neun Siedlungen der Cucuteni-Tripolje-Kultur und zwei\neisenzeitliche Siedlungen sp\u00e4ter, hatten wir insgesamt 150 ha magnetisch\nprospektiert (Lage des Untersuchungsgebietes siehe Abb. 1)!<\/p>\n\n\n\n<p>Aber von Anfang an:<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"724\" src=\"https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2020\/02\/abb_1_gedreht-1024x724.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-526\" srcset=\"https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2020\/02\/abb_1_gedreht-1024x724.jpg 1024w, https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2020\/02\/abb_1_gedreht-800x565.jpg 800w, https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2020\/02\/abb_1_gedreht-566x400.jpg 566w, https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2020\/02\/abb_1_gedreht-768x543.jpg 768w, https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2020\/02\/abb_1_gedreht-1536x1085.jpg 1536w, https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2020\/02\/abb_1_gedreht-2048x1447.jpg 2048w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption> Abbildung 1 Lage des Untersuchungsgebiets mit den Fundpl\u00e4tzen, die 2019 untersucht wurden (Fundorte in schwarz, in grau weitere Orte an denen wir waren; Karte: I. Hohle, RGK). <\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend man grunds\u00e4tzlich f\u00fcr\nGesellschaften des Neolithikums (Jungsteinzeit) und der Kupferzeit (sp\u00e4te\nJungsteinzeit\/\u00dcbergang zur Bronzezeit) annimmt, dass sie in kleineren\nGemeinschaften organisiert waren, bringen die in den fr\u00fchen 1970er Jahren in\nder Ukraine entdeckten Siedlungen der Kupferzeit dieses Bild ins Wanken.\nSiedlungen der Cucuteni-Tripolje-Kultur erstreckten sich zwischen ca. 5000 &#8211;\n2800 v. Chr. auf den heutigen Gebieten der Ukraine, Moldawien und Rum\u00e4nien (etwa\nzwischen den \u00f6stlichen Karpaten und dem Dnepr-Gebiet). Damit f\u00e4llt das\nAuftreten dieser Kultur zeitlich zusammen mit den ersten sesshaft lebenden\nAckerbauern der fr\u00fchen Jungsteinzeit in Mitteleuropa (Bandkeramische Kultur,\nca. 5500-5000\/4900 v. Chr.). Die Cucuteni-Tripolje-Kultur wird in f\u00fcnf gr\u00f6\u00dfere\nAbschnitte eingeteilt. Die charakteristischen Megasites fallen dabei in die mittlere\nund sp\u00e4tere Phasen (ca. 4200-3600 v. Chr). Diese Megasites zeichnen sich neben\nihrer beachtlichen Gr\u00f6\u00dfe von teilweise mehreren hundert Hektar und durch die in\nkonzentrischen Ringen angeordneten H\u00e4user aus, die meist von Gr\u00e4ben umgeben\nsind. Im Zentrum der Siedlungen findet sich h\u00e4ufig ein freier, weitgehend\nunbebauter Raum und\/oder Geb\u00e4ude, die deutlich gr\u00f6\u00dfer sind (sog. Megastrukturen),\nals die sonstigen H\u00e4user einer Siedlung. Da es sich vor allem um verbrannte\nH\u00e4user handelt, sind diese sehr deutlich in den Messbildern der\nMagnetometermessungen erkennbar (Abb. 2 zeigt die 2009 und 2011 von der RGK\nprospektierte Siedlung von Petreni in Moldawien).<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-large is-resized\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2020\/02\/Pereni_mag_luftbild-983x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-528\" width=\"491\" height=\"511\" srcset=\"https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2020\/02\/Pereni_mag_luftbild-983x1024.jpg 983w, https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2020\/02\/Pereni_mag_luftbild-576x600.jpg 576w, https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2020\/02\/Pereni_mag_luftbild-384x400.jpg 384w, https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2020\/02\/Pereni_mag_luftbild-768x800.jpg 768w, https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2020\/02\/Pereni_mag_luftbild-1474x1536.jpg 1474w, https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2020\/02\/Pereni_mag_luftbild-1965x2048.jpg 1965w\" sizes=\"(max-width: 491px) 100vw, 491px\" \/><figcaption> Abbildung 2 Petreni (District Drochia). 1 Messbild der Magnetischen  Prospektion. 2 Ausschnit mit den deutlich erkennbaren Anomalien der  verbrannten Geb\u00e4ude, erkennbar sind auch die Grabenstrukturen um die  Siedlung sowie kreisf\u00f6rmige Anomalien, die auch deutlich im Luftbild  erkennbar sind (3) (Grafik: R. Scholz, RGK) <\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Seit 2007 werden in Zusammenarbeit mit\nder Christian-Albrechts Universit\u00e4t Kiel (<a href=\"https:\/\/www.ufg.uni-kiel.de\/de\">https:\/\/www.ufg.uni-kiel.de\/de<\/a>; http:\/\/archaeo-lounge.com\/) Siedlungen\nder Cucuteni-Tripolje-Kultur in Rum\u00e4nien, Moldawien und der Ukraine von der RGK\nprospektiert und seit 2015 in der Siedlung Stolniceni in Moldawien (Abb. 3)\nunter der Leitung von Dr. Stanislav \u021aerna (University High Anthropological\nSchool, Chisinau; https:\/\/www.facebook.com\/HighAnthropologicalSchool\/)\nGrabungen durchgef\u00fchrt. Auch im Sommer 2019 wurde dort wieder gegraben.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-large is-resized\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2020\/02\/04_figure_04_Stolniceni_dem_edit_kr-837x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-529\" width=\"519\" height=\"634\" srcset=\"https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2020\/02\/04_figure_04_Stolniceni_dem_edit_kr-837x1024.jpg 837w, https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2020\/02\/04_figure_04_Stolniceni_dem_edit_kr-491x600.jpg 491w, https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2020\/02\/04_figure_04_Stolniceni_dem_edit_kr-327x400.jpg 327w, https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2020\/02\/04_figure_04_Stolniceni_dem_edit_kr-768x939.jpg 768w, https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2020\/02\/04_figure_04_Stolniceni_dem_edit_kr-1256x1536.jpg 1256w, https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2020\/02\/04_figure_04_Stolniceni_dem_edit_kr-1675x2048.jpg 1675w\" sizes=\"(max-width: 519px) 100vw, 519px\" \/><figcaption> Abbildung 3 Stolniceni (District Edine\u021b). Umzeichnung und Interpretation  des Magnetik-Messbildes, eingebettet in das digitale Gel\u00e4ndemodell  (Grafik: K. Rassmann, R. Scholz, RGK). <\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>In diesem Jahr war es wieder an der\nZeit, weitere Fundpl\u00e4tze zu prospektieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Ziel des Vorhabens ist, die bisher\nweitgehend auf einzelne Fundpl\u00e4tze konzentrierte Forschung zu erweitern und\ngr\u00f6\u00dfere Regionen, die Siedlungen und ihr Umfeld weitr\u00e4umig zu erschlie\u00dfen. Ein\nweiteres Anliegen ist es, m\u00f6glichst unterschiedlich datierende Siedlungen zu\nerfassen, da sich die Siedlungsstruktur w\u00e4hrend der Cucuteni-Tripolje Kultur\ngravierend ver\u00e4nderte und die sogenannten Megasites nur in der Zeit etwa\nzwischen 4200 und 3600 v. Chr. bestanden haben. Um besser zu verstehen, was zu\ndiesem auff\u00e4lligen Ph\u00e4nomen der Megasites gef\u00fchrt hat mit ihren\ncharakteristischen Anordnungen der H\u00e4user, den Umfassungsgr\u00e4ben, den Wegen und\nvor allem auch die teilweise erstaunlich hohe Anzahl von Geb\u00e4uden (bis zu 2700\nH\u00e4user sind f\u00fcr manche Megasites belegt, wie in der \u00fcber 300 ha gro\u00dfen Siedlung\nvon Talianki\/Ukraine) ist die Kenntnis des Siedlungsbildes vor und nach diesem\nPh\u00e4nomen wichtig. In Zusammenarbeit mit unserem Kollegen Stanislav \u021aerna, der\nzahlreiche neue Fundpl\u00e4tze entdeckt hat, haben wir eine Auswahl an Siedlungen\ngetroffen, die wir in der&nbsp; Kampagne 2019\nuntersuchen wollten.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Zentrum unserer Arbeiten stand die\nmagnetische Prospektion der Fundpl\u00e4tze, die mit Fernerkundungsdaten (UAV,\nSatelliten-Daten) erg\u00e4nzt wurden. <\/p>\n\n\n\n<p>Unsere Messungen begannen mit den\nbeiden Fundpl\u00e4tzen \u0218tef\u0103ne\u0219ti und S\u0103veni \u2013 Sat Nou im nord\u00f6stlichen Rum\u00e4nien (Arbeiten\nin Kooperation mit Dr. Andrea \u021aerna vom Boto\u0219ani County Museum, <a href=\"https:\/\/muzeu.btlife.ro\/\">https:\/\/muzeu.btlife.ro\/<\/a>). Beide Fundpl\u00e4tze wurden bereits\n2017 prospektiert, aber da durch den Ackerbau nicht alle Bereiche der\nSiedlungen zug\u00e4nglich gewesen sind, konnten die Fundpl\u00e4tze nicht vollst\u00e4ndig\nerfasst werden. Dieses Jahr hatten wir zumindest in \u0218tef\u0103ne\u0219ti Gl\u00fcck und\nkonnten die Siedlung ann\u00e4hernd vollst\u00e4ndig in ihren Ausma\u00dfen magnetisch\nprospektieren. \u0218tef\u0103ne\u0219ti (Phase\nB2\/C1) weist die typische radial verlaufende Bebauung innerhalb eines die\nSiedlung umfassenden Grabens auf. Auff\u00e4llig ist ein Geb\u00e4ude im Zentrum, welches\ndeutlich gr\u00f6\u00dfer ist, als die sonstigen Geb\u00e4ude der Siedlung. Ein bekanntes\nPh\u00e4nomen, das man beispielsweise von den Siedlungen Stolniceni oder Petreni\nkennt. Die Siedlung S\u0103veni \u2013 Sat Nou (Phase C1\/C2) datiert sp\u00e4ter als \u0218tef\u0103ne\u0219ti\nund unterscheidet sich deutlich in der Siedlungsstruktur. Die Geb\u00e4ude stehen in\nGruppen mit unterschiedlich gro\u00dfen H\u00e4usern. Einen Umfassungsgraben gibt es\nnicht. Siedlungen mit einer nicht so eindeutigen Struktur, wie in \u0218tef\u0103ne\u0219ti,\nmachen uns das Vorgehen bei der magnetischen Prospektion meist schwieriger, da\nwir keinem Graben oder der radialen Bebauung folgen k\u00f6nnen, die uns Hinweise\nzum Ausma\u00df einer Siedlung geben. Im Fall derartiger Siedlungen wie Sat Nou\nm\u00fcssen die Messergebnisse immer wieder gepr\u00fcft werden, um zu entscheiden, in\nwelchen Bereichen weiter prospektiert wird. Weit auseinander liegende\nHausgruppen erfordern somit weitr\u00e4umig abgesteckte \u201eFenster\u201c, so nennen wir es,\nwenn wir testweise Areale prospektieren, um einen Eindruck vom Ausma\u00df einer\nSiedlung zu erhalten.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2020\/02\/01_stefanesti_2019_terna-1024x768.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-530\" width=\"545\" height=\"409\" srcset=\"https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2020\/02\/01_stefanesti_2019_terna-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2020\/02\/01_stefanesti_2019_terna-800x600.jpg 800w, https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2020\/02\/01_stefanesti_2019_terna-533x400.jpg 533w, https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2020\/02\/01_stefanesti_2019_terna-768x576.jpg 768w, https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2020\/02\/01_stefanesti_2019_terna-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2020\/02\/01_stefanesti_2019_terna-2048x1536.jpg 2048w\" sizes=\"(max-width: 545px) 100vw, 545px\" \/><figcaption> Abbildung 4 Das Team der RGK beim Aufbau des 14-Sonden Messger\u00e4ts in \u0218tef\u0103ne\u0219ti (Foto: S. \u021aerna, Chisinau). <\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>In Sat Nou waren leider nicht alle\nFl\u00e4chen zug\u00e4nglich oder manche durch Tiefpflug schwierig zu befahren (Abb. 5,\nAufbau im morgendlichen Nebel). Da wir beide Magnetik-Systeme parallel\neinsetzen konnten, war es uns dennoch m\u00f6glich, innerhalb eines Tages, inklusive\nAuf- und Abbau der Ger\u00e4te (Auf- und Abbau unserer Messger\u00e4te erfordert h\u00e4ufig\nden Einsatz des ganzen Teams, wie in Abb. 4; Einsatz des inzwischen fahrzeuggest\u00fctzten\n5-Sonden-Messger\u00e4ts in Abb. 6), den Fundplatz soweit zu erfassen, dass dessen\nAusma\u00dfe weitestgehend rekonstruierbar sind.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2020\/02\/01_satnou_2019_terna-1024x768.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-531\" width=\"535\" height=\"401\" srcset=\"https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2020\/02\/01_satnou_2019_terna-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2020\/02\/01_satnou_2019_terna-800x600.jpg 800w, https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2020\/02\/01_satnou_2019_terna-533x400.jpg 533w, https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2020\/02\/01_satnou_2019_terna-768x576.jpg 768w, https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2020\/02\/01_satnou_2019_terna-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2020\/02\/01_satnou_2019_terna-2048x1536.jpg 2048w\" sizes=\"(max-width: 535px) 100vw, 535px\" \/><figcaption> Abbildung 5 Ankunft des Teams und Aufbau des Equipements im nebeligen Sat Nou (Foto: I. Hohle, RGK). <\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2020\/02\/02_stefanesti_2019_kohle-1024x683.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-532\" width=\"549\" height=\"365\" srcset=\"https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2020\/02\/02_stefanesti_2019_kohle-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2020\/02\/02_stefanesti_2019_kohle-800x533.jpg 800w, https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2020\/02\/02_stefanesti_2019_kohle-600x400.jpg 600w, https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2020\/02\/02_stefanesti_2019_kohle-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2020\/02\/02_stefanesti_2019_kohle-1536x1024.jpg 1536w, https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2020\/02\/02_stefanesti_2019_kohle-2048x1365.jpg 2048w, https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2020\/02\/02_stefanesti_2019_kohle-90x60.jpg 90w\" sizes=\"(max-width: 549px) 100vw, 549px\" \/><figcaption> Abbildung 6 fahrzeuggest\u00fctzter Einsatz des 5-Sonden Messger\u00e4ts in Sat Nou (Foto: M. Kohle, RGK). <\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>Bevor wir weiter nach Moldawien fuhren, f\u00fchrte uns Andreea \u021aerna durch das Museum in Boto\u0219ani (Boto\u0219ani County Museum), und wir hatten sogar die M\u00f6glichkeit im Archiv zahlreiche wundersch\u00f6ne Keramikgef\u00e4\u00dfe der Cucuteni-Tripolje-Kultur anzuschauen (Abb. 7). Charakteristisch ist die meist r\u00f6tlich-braune Bemalung der Gef\u00e4\u00dfe mit spiralf\u00f6rmigen, m\u00e4andrierenden und geometrischen Verzierungen. Ebenfalls aus Ton hergestellt sind die f\u00fcr die Kultur typischen Figurinen, die meist Frauen darstellen.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"340\" src=\"https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2020\/02\/botosani-1-1024x340.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-542\" srcset=\"https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2020\/02\/botosani-1-1024x340.jpg 1024w, https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2020\/02\/botosani-1-800x266.jpg 800w, https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2020\/02\/botosani-1-600x199.jpg 600w, https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2020\/02\/botosani-1-768x255.jpg 768w, https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2020\/02\/botosani-1-1536x511.jpg 1536w, https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2020\/02\/botosani-1-540x180.jpg 540w, https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2020\/02\/botosani-1-480x160.jpg 480w, https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2020\/02\/botosani-1.jpg 1931w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption>Abbildung 7  Links: Das Museum in Botosani. Rechts: Im Archiv des Museums. Andrea \u021aerna (links im Bild) zeigt uns typische Keramik der Cucuteni-Tripolje-Kultur (Foto: I. Hohle, RGK).  <\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" src=\"\" alt=\"\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Da auf einigen der anvisierten\nFundpl\u00e4tze Wintergetreide angebaut wurde, wir dort also nicht prospektieren\nkonnten, mussten wir teilweise auf andere Fl\u00e4chen ausweichen. Stanislav \u021aerna\nhat durch zahlreiche Erkundungen und Feldbegehungen mehrere Fundpl\u00e4tze\nentdeckt, sodass wir neben bereits bekannten auch neue Siedlungen untersuchen\nkonnten. In Moldawien wurden die Siedlungen von Stolniceni 3, R\u0103z\u0103l\u0103i 8 und\nR\u0103z\u0103l\u0103i 10, Ble\u0219teni, \u0218ofrincani, Ochiul Alb und Sofia 5 untersucht. Mit\nAusnahme der fr\u00fchesten Stufe A, decken die untersuchten Siedlungen s\u00e4mtliche\nPhasen der Tripolje-Kultur ab. Einige Beispiele hiervon stellen wir kurz vor.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2020\/02\/03_chiurt_2019_hohle-1024x683.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-534\" width=\"552\" height=\"367\" srcset=\"https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2020\/02\/03_chiurt_2019_hohle-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2020\/02\/03_chiurt_2019_hohle-800x533.jpg 800w, https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2020\/02\/03_chiurt_2019_hohle-600x400.jpg 600w, https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2020\/02\/03_chiurt_2019_hohle-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2020\/02\/03_chiurt_2019_hohle-1536x1024.jpg 1536w, https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2020\/02\/03_chiurt_2019_hohle-2048x1365.jpg 2048w, https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2020\/02\/03_chiurt_2019_hohle-90x60.jpg 90w\" sizes=\"(max-width: 552px) 100vw, 552px\" \/><figcaption> Abbildung 8. Blick von der Siedlung Chiurt II in der Morgenstimmung. Die  Siedlung ist nur wenige Kilometer von Stolniceni entfernt (Foto: I.  Hohle, RGK). <\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2020\/02\/01_blesteni_2019_kurgan_hohle-1024x683.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-535\" width=\"531\" height=\"353\" srcset=\"https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2020\/02\/01_blesteni_2019_kurgan_hohle-1024x683.jpg 1024w, https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2020\/02\/01_blesteni_2019_kurgan_hohle-800x533.jpg 800w, https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2020\/02\/01_blesteni_2019_kurgan_hohle-600x400.jpg 600w, https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2020\/02\/01_blesteni_2019_kurgan_hohle-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2020\/02\/01_blesteni_2019_kurgan_hohle-1536x1024.jpg 1536w, https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2020\/02\/01_blesteni_2019_kurgan_hohle-2048x1365.jpg 2048w, https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2020\/02\/01_blesteni_2019_kurgan_hohle-90x60.jpg 90w\" sizes=\"(max-width: 531px) 100vw, 531px\" \/><figcaption> Abbildung 9 Blick auf den Kurgan von Ble\u0219teni im dichten Nebel (Foto: I. Hohle, RGK). <\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Ein stetiger Begleiter unserer\nArbeiten in Moldawien war der teils dichte Nebel, der manchmal den ganzen Tag\nanhielt (Abb. 8). Fixpunkte, wie der Kurgan in Ble\u0219teni, waren praktische\nOrientierungsmarker (Abb. 9).<\/p>\n\n\n\n<p>In Ochiul Alb gab es bereits vor 10\nJahren eine kleine Prospektion. Im letzten Herbst ergab sich nun die\nM\u00f6glichkeit, diese Siedlung ann\u00e4hernd vollst\u00e4ndig zu erfassen. Mit etwa 2,5 ha\nist die Siedlung relativ klein, zeigt aber eine \u00e4hnliche Grundstruktur wie die\netwa dreimal so gro\u00dfe Siedlung R\u0103z\u0103l\u0103i X.<\/p>\n\n\n\n<p>Dagegen zeigt R\u0103z\u0103l\u0103i VIII, eine\nSiedlung der sp\u00e4ten Cucuteni-Tripolje-Kultur, ein ganz anderes Muster auf.\n\u00c4hnlich wie in Sat Nou fanden sich dort die H\u00e4user in kleineren Gruppen,\nteilweise weit voneinander entfernt (Abb. 10).<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"377\" height=\"390\" src=\"https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2020\/02\/razalei_ausschnitt_neu.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-537\" \/><figcaption> Abbildung 10 Ausschnitt aus dem Messbild von R\u0103z\u0103l\u0103i VIII (Grafik: RGK). <\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Unser Team f\u00fchrte im Herbst elf\nBohrungen in Stolniceni durch in Strukturen, die anhand der\nMagnetometermessungen der letzten Jahre als Gruben interpretiert werden. Mit\ntatkr\u00e4ftiger Unterst\u00fctzung durch zwei moldawische Arbeiter waren die Bohrungen\nbereits nach zwei Tagen abgeschlossen. Da wir nicht mit dem Auto auf die Fl\u00e4che\ndurften, transportierte ein Pferd unser Equipment auf einem Anh\u00e4nger von\nBohrpunkt zu Bohrpunkt (Abb. 11).<\/p>\n\n\n\n<p>Stolniceni 3 (Abb. 12), westlich der\nMegasite von Stolniceni, liegt auf einem Sporn und es wurde vermutet, dass sich\nauch dort eine Siedlung der Cucu\u0163eni-Tripolje-Kultur befindet. Unsere Messungen\nergaben jedoch keine verbrannten Geb\u00e4ude, sondern mehrere Strukturen, bei denen\nes sich wohl um Gruben handelt. Bisher ist noch nicht klar, was f\u00fcr ein\nFundplatz hier vorliegt.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2020\/02\/IMG_20191026_140008-1024x768.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-538\" width=\"549\" height=\"412\" srcset=\"https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2020\/02\/IMG_20191026_140008-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2020\/02\/IMG_20191026_140008-800x600.jpg 800w, https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2020\/02\/IMG_20191026_140008-533x400.jpg 533w, https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2020\/02\/IMG_20191026_140008-768x576.jpg 768w, https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2020\/02\/IMG_20191026_140008-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2020\/02\/IMG_20191026_140008-2048x1536.jpg 2048w\" sizes=\"(max-width: 549px) 100vw, 549px\" \/><figcaption> Abbildung 11 A. Grundmann (RGK) beim Bohren mit der Rammkernsonde in Stolniceni (Foto: S. \u021aerna, Chisinau).   <\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"341\" src=\"https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2020\/02\/stolniceni3-1-1024x341.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-541\" srcset=\"https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2020\/02\/stolniceni3-1-1024x341.jpg 1024w, https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2020\/02\/stolniceni3-1-800x266.jpg 800w, https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2020\/02\/stolniceni3-1-600x200.jpg 600w, https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2020\/02\/stolniceni3-1-768x256.jpg 768w, https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2020\/02\/stolniceni3-1-1536x511.jpg 1536w, https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2020\/02\/stolniceni3-1-2048x682.jpg 2048w, https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2020\/02\/stolniceni3-1-540x180.jpg 540w, https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2020\/02\/stolniceni3-1-480x160.jpg 480w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption> Abbildung 12 Links: Blick von Stolniceni 3 nach S\u00fcden (Foto. J. Kalmbach RGK). Rechts: Magnetische Prospektion in Stolniceni 3 auf teils schwierigem Gel\u00e4nde (Foto: J. Kalmbach, RGK).<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend in Stolniceni flei\u00dfig gebohrt wurde, unterst\u00fctzte der Rest des Teams am 25. und 26. Oktober in Horodi\u0219te Kollegen aus Moldawien (State University of Moldova <a href=\"http:\/\/usm.md\/?page_id=10006&amp;lang=en\">http:\/\/usm.md\/?page_id=10006&amp;lang=en<\/a>) sowie von den Universit\u00e4ten Marburg und Jena (<a href=\"https:\/\/www.uni-marburg.de\/de\/fb06\/vfg\">https:\/\/www.uni-marburg.de\/de\/fb06\/vfg<\/a>, http:\/\/www.ufls.uni-jena.de\/Homepage.html). Wir prospektierten dort zwei eisenzeitliche Fundstellen, die sich gegen\u00fcber liegend auf Spornen befinden.<\/p>\n\n\n\n<p>Anhand der Messergebnisse wurden\nschlie\u00dflich von den Kollegen mit dem P\u00fcrckhauer Bohrstock Bohrungen an\nmarkanten Strukturen, wie Gr\u00e4ben durchgef\u00fchrt (Abb. 13).<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"361\" src=\"https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2020\/02\/horodiste-1024x361.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-540\" srcset=\"https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2020\/02\/horodiste-1024x361.jpg 1024w, https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2020\/02\/horodiste-800x282.jpg 800w, https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2020\/02\/horodiste-600x211.jpg 600w, https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2020\/02\/horodiste-768x271.jpg 768w, https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2020\/02\/horodiste-1536x541.jpg 1536w, https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/wp-content\/uploads\/sites\/9\/2020\/02\/horodiste-2048x722.jpg 2048w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption> Abbildung 13 Prospektion in Horodiste, Einmessen und Markieren der  Bohrpunkte (Mitte) und Bohren mit dem P\u00fcrckhauer Bohrstock (rechts)  (Fotos: I. Hohle, M. Kohle, RGK) <\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" src=\"\" alt=\"\" \/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" src=\"\" alt=\"\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Die Herbstkampagne war insgesamt sehr\nerfolgreich und die umfangreichen Daten, die dort generiert wurden, m\u00fcssen nun\nausgewertet werden, auch um das weitere Vorgehen planen zu k\u00f6nnen. Wir konnten\nnicht nur bekannte Fundpl\u00e4tze untersuchen, die bereits in fr\u00fcheren Kampagnen\nteilweiseprospektiert wurden, sondern auch bisher weitgehend unbekannte\nSiedlungen, bei denen Ausma\u00df und Struktur unklar waren, prospektieren, wie z.B.\nin R\u0103z\u0103l\u0103i VIII. Aber es bleiben noch viele Fragen offen, die m\u00f6glicherweise\ndurch genauere Untersuchungen einzelner Mikroregionen beantwortet werden\nk\u00f6nnen. Die Hintergr\u00fcnde der Ver\u00e4nderungen der Gr\u00f6\u00dfe und Struktur der\nSiedlungen im Laufe der Cucuteni-Tripolje-Kultur sind noch immer ein R\u00e4tsel.\nDer Ursprung, die Bedeutung und das Ende der Megasites werden in der Forschung\nzum Teil kontrovers diskutiert. Wie Mosaiksteine werden die Daten aus den\nunterschiedlichen Fundpl\u00e4tzen zusammengesetzt und bringen uns einen Schritt\nn\u00e4her zum Verst\u00e4ndnis der Cucuteni-Tripolje-Kultur.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Ein besonders herzlicher Dank geht an unsere Kollegen Stanislav und Andrea \u021aerna!<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><a href=\"https:\/\/publications.dainst.org\/journals\/index.php\/efb\/article\/view\/2116\">https:\/\/publications.dainst.org\/journals\/index.php\/efb\/article\/view\/2116<\/a><\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p>Startbild:  Grafik: J. Fischer, Foto: S. \u021aerna <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Oktober 2019 hat sich ein Team des Referats f\u00fcr Prospektions- und Grabungsmethodik der RGK auf den langen Weg ins nord\u00f6stliche Rum\u00e4nien und in die Republik Moldau begeben, um Siedlungen der Cucu\u0163eni-Tripolje-Kultur zu prospektieren. Mit im Gep\u00e4ck waren unsere beiden Magnetik-Systeme, das fahrzeuggest\u00fctzte 14-Sonden- Messger\u00e4t und unser inzwischen ebenfalls fahrzeuggest\u00fctzt einsetzbares 5-Sonden- Messger\u00e4t (SENSYS-MAGNETO\u00a9 MX-ARCH), Drohnen und die Rammkernsonde samt [&#8230;]<\/p>\n","protected":false},"author":28,"featured_media":527,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[57,48,59,58,41,43],"class_list":["post-524","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-allgemein","tag-cucuteni-tripolje-kultur","tag-jungsteinzeit","tag-kupferzeit","tag-megasites","tag-referat-fuer-prospektions-nd-grabungsmethodik-der-rgk","tag-roemisch-germanische-kommission"],"cc_featured_image_caption":{"caption_text":false,"source_text":false,"source_url":false},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/524"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/wp-json\/wp\/v2\/users\/28"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=524"}],"version-history":[{"count":9,"href":"https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/524\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":720,"href":"https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/524\/revisions\/720"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/wp-json\/wp\/v2\/media\/527"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=524"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=524"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dainst.blog\/crossing-borders\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=524"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}