Projekt 7 – Routes of Interaction

Routes of Interaction: Überregionale Kontakte zwischen dem nördlichen Horn von Afrika und dem Niltal (Antragsteller*innen Gerlach, Iris; Raue, Dietrich; Schütt, Brigitta)

Projektbeschreibung

Ziel des Projektes ist es, verschiedene Mobilitätsformen und Interaktionsrouten der Hochlandkulturen des nördlichen Horns von Afrika zum Mittleren Nil, dem nordostsudanesischen Gash-Delta sowie Teilbereichen Ägyptens zu untersuchen. Dabei gilt es zu klären, inwieweit der innerafrikanische Austausch von Menschen, Ideen und Objekten zur Entwicklung der äthiopischen Hochlandkulturen beitrug und gleichzeitig, welchen Einfluss das Hochland auf das sudanesisch-ägyptische Niltal und das Gash-Delta besaß. Der chronologische Rahmen reicht vom 2. bis zum frühen 1. Jt. v. Chr. Dabei handelt es sich um einen Zeitraum, in dem überregionale innerafrikanische Kontakte zwischen diesen Regionen über verschiedene archäologische Materialgattungen und sudanesisch-ägyptische Schriftquellen nachgewiesen werden können. Zudem schließt er den Beginn der Formierung komplexer Gesellschaften am nördlichen Horn von Afrika ein. Ein Forschungsschwerpunkt liegt auf der Rekonstruktion der Siedlungsmuster und Verbindungswege innerhalb des äthiopischen Hochlands sowie zu den nördlich und östlich anschließenden Gebieten bis zum Roten Meer (Eritrea). Die Frage, warum Siedlungen an dem Platz gegründet wurden, an dem sie liegen, kann dabei nicht allein mit archäologischen Methoden beantwortet werden, sondern erfordert die Einbeziehung der physischen Geographie und der Landschaftsarchäologie. Eine Auswertung der verschiedenen Themenstellungen erfolgt daher unter vergleichender archäologischer, historischer und geographischer Perspektive. Auf der Grundlage von Least-Cost-Path Analysen, dem Vorkommen natürlicher Ressourcen und in Kenntnis der Paläo-Umweltbedingungen sowie unter

Berücksichtigung historischer Reiseberichte wird die Lage antiker Fundplätze in ihrem Verhältnis zu Interaktionsrouten erforscht. Die überregionalen Zusammenhänge werden zum einen durch klassische Materialstudien (vorwiegend Keramik und Obsidianartefakte) sowie durch naturwissenschaftliche Analysen des metallurgischen und paläozoologischen Fundgutes sichtbar gemacht. Das Ziel ist, die noch bis in die Moderne bestehenden Migrationsbewegungen und Warenströme in ihrer diachronen Perspektive zu erfassen und die Verflechtung stark gegensätzlicher Großräume als ein Phänomen innerafrikanischer Kulturentwicklung zu betrachten.

Projektmitglieder

Antragstellerin/Projektleitung

Dr. Iris Gerlach

Deutsches Archäologisches Insitut / Orient-Abteilung / Außenstelle Sanaa

iris.gerlach@dainst.de

Link:
https://www.dainst.org/mitarbeiter-detailansicht/-/person-display/13439

Antragsteller/Projektleitung

PD Dr. Dietrich Raue

Ägyptisches Museum – Georg Steindorff / Universität Leipzig

dietrich.raue@uni-leipzig.de

 

Antragstellerin/Projektleitung

Prof. Dr. Brigitta Schütt

 

 

Wissenschaftliche Mitarbeiterin

Dr. Kristina Pfeiffer

Deutsches Archäologisches Institut / Orient-Abteilung

kristina.pfeiffer@dainst.de

Link:
https://www.dainst.org/mitarbeiter-detailansicht/-/person-display/13830

 

Wissenschaftlicher Mitarbeiter

Dr. rer. nat. Jacob Hardt

Freie Universität Berlin / Physische Geographie
jacob.hardt@fu-berlin.de

Link:
https://www.geo.fu-berlin.de/geog/fachrichtungen/physgeog/mitarbeiter/jhardt

Beiträge

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