{"id":148,"date":"2020-07-09T14:33:41","date_gmt":"2020-07-09T12:33:41","guid":{"rendered":"http:\/\/www.dainst.blog\/tana\/?page_id=148"},"modified":"2020-07-09T14:34:59","modified_gmt":"2020-07-09T12:34:59","slug":"was-ist-tana-2","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.dainst.blog\/tana\/de\/was-ist-tana-2\/","title":{"rendered":"Was ist TANA?"},"content":{"rendered":"\t\t<div data-elementor-type=\"wp-page\" data-elementor-id=\"148\" class=\"elementor elementor-148\">\n\t\t\t\t\t\t<section class=\"elementor-section elementor-top-section elementor-element elementor-element-be48a1c elementor-section-boxed elementor-section-height-default elementor-section-height-default\" data-id=\"be48a1c\" data-element_type=\"section\" data-e-type=\"section\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-container elementor-column-gap-default\">\n\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-column elementor-col-100 elementor-top-column elementor-element elementor-element-c5645a0\" data-id=\"c5645a0\" data-element_type=\"column\" data-e-type=\"column\">\n\t\t\t<div class=\"elementor-widget-wrap elementor-element-populated\">\n\t\t\t\t\t\t<div class=\"elementor-element elementor-element-5e4823f elementor-widget elementor-widget-text-editor\" data-id=\"5e4823f\" data-element_type=\"widget\" data-e-type=\"widget\" data-widget_type=\"text-editor.default\">\n\t\t\t\t<div class=\"elementor-widget-container\">\n\t\t\t\t\t\t\t\t\t<p>Beginnend mit den \u00e4ltesten Spuren der Menschheit verf\u00fcgt Afrika \u00fcber eine \u00fcberaus reiche arch\u00e4ologische \u00dcberlieferung. Daher ist das Deutsche Arch\u00e4ologische Institut (DAI) bereits seit Jahrzehnten vertreten durch verschiedene Kommissionen und Abteilungen in Afrika engagiert. Im Jahr 2014 wurde das das TransArea Network Africa (TANA) gegr\u00fcndet. TANA verfolgt einerseits das Ziel, die Projekte des DAI untereinander sowie mit seinen afrikanischen wie weltweiten Partnern besser zu vernetzen, um so die afrikanische Arch\u00e4ologie in Forschung und Denkmalschutz weiter zu st\u00e4rken. Anderseits will TANA auch nach Deutschland zur\u00fcckwirken, um die Relevanz Afrikas in der deutschen Forschungslandschaft weiter zu st\u00e4rken und als Forschungsplattform bestehende Kooperationen mit Universit\u00e4ten und anderen Akteuren des deutschen Wissenschaftssystems zu festigen und zu erweitern. Die Globalisierung stellt eine Herausforderung an die Wissenschaften und die etablierten Narrative dar, selbstverst\u00e4ndlich auch und besonders in Hinsicht auf den afrikanischen Kontinent. Austausch, Interaktion, Verflechtung und Netzwerke \u00e4hnlicher unserer heutigen Welt charakterisierten auch vergangenen Zeiten st\u00e4rker, als es durch die gewachsene Wissenschaftslandschaft abgebildet wird. Daher will TANA auch dazu beitragen das allgemeine Bewusstsein f\u00fcr Vielfalt und Multi-Perspektivit\u00e4t historischer Verflechtungsprozesse zu \u00f6ffnen und bestehende disziplin\u00e4re und territiorialstaatliche Grenzen zu \u00fcberwinden.<br \/><br \/>Das Netzwerk umfasst derzeit die Kommission f\u00fcr Arch\u00e4ologie au\u00dfereurop\u00e4ischer Kulturen in Bonn, die Abteilungen Kairo, Rom und Madrid, die Orient-Abteilung, die Berliner Zentrale mit dem Referat f\u00fcr Kulturg\u00fcterschutz und Site Management, dem IT-Referat, dem Architekturreferat, dem Referat Naturwissenschaften, dem Friedrich Hinkel-Forschungszentrum und deren Partner, vor allem aus afrikanischen Staaten aber auch anderen europ\u00e4ischen und weltweiten Institutionen. Innerhalb Deutschlands profitiert TANA durch die Mitgliedschaft des DAI im Forum Transregionale Studien Berlin sowie der Einbindung der Mitglieder in verschiedene Exzellenzcluster und Sonderforschungsbereiche. Auf regelm\u00e4\u00dfigen Treffen des Netzwerkes werden mit Partnern der zumeist multilateral aufgebauten Projekte \u00fcbergreifende Fragen der afrikanischen Arch\u00e4ologie diskutiert. Diese gemeinsam entwickelten Fragestellungen erm\u00f6glichen es, Projekte aus wissenschaftlichen Einheiten mit zumeist geographischer Zust\u00e4ndigkeit beziehungsweise disziplin\u00e4ren Spezialisierungen zu verbinden und r\u00e4umliche Zusammenh\u00e4nge fr\u00fcher Kulturen in transregionaler Perspektive wahrzunehmen.<br \/><br \/>Von besonderem Interesse sind Fragen, die Bez\u00fcge zu aktuellen Themen und Herausforderungen aufweisen. In Hinsicht auf den afrikanischen Kontinent ist hier vor allem die Frage nach den kulturellen Wurzeln heutiger Gesellschaften zu nennen, die h\u00e4ufig direkt mit aktuellen Identit\u00e4tsdiskursen verbunden ist. Dazu soll der bis heute wirkende Einfluss von weit in die Vergangenheit reichenden verbindenden und trennenden Faktoren historischer Kulturr\u00e4ume wie Austauschprozesse, Interdependenzen und Konfliktlinien thematisiert werden. Die Einsicht in die historische Genese dieser Faktoren kann dann einen Beitrag zum Verst\u00e4ndnis der \u00a0aktuellen Verh\u00e4ltnisse leisten. Weitere wichtige Themenfelder unserer Forschungsprojekte sind Fragen zur Nutzung von Landschaft und Ressourcen im Wandel der Zeit.<br \/><br \/>Ein zus\u00e4tzliches Bet\u00e4tigungsfeld von TANA ist die Unterst\u00fctzung unsere afrikanischen Partner im Bereich des Denkmal- und Kulturg\u00fcterschutzes. Hier bietet die digitale Wende die gro\u00dfe Chance, durch gemeinsamen Zugriff auf Wissensressourcen wie Bibliotheken und Archive, eine gleichberechtigte Kooperation zu erm\u00f6glichen. In diesem Sinne k\u00f6nnen die Daten und Bestandteile der digitalen Welt des DAI (iDAI.world) gezielt zug\u00e4nglich gemacht werden. Mit unseren Partnern werden zudem gemeinsam digitale Denkmalregister und Archive entwickelt und Vorbereitungen f\u00fcr Antr\u00e4ge auf Schutzstatus bis hin zum UNESCO Weltkulturerbest\u00e4tten unterst\u00fctzt.<br \/><br \/>Ein konkretes Ausbildungsformat sind <em>Field schools<\/em> in denen die Anwendung moderner Dokumentations-, Prospektions- und Fernerkundungsmethoden trainiert werden. TANA unterst\u00fctzt in dem Zusammenhang die Universit\u00e4ten in Berlin und Brandenburg, ein <em>Center of Excellence for Applied Cultural Heritage Studies<\/em> in \u00c4thiopien aufzubauen.\u00a0 Dabei soll in Kooperation mit der Universit\u00e4t in Mekelle dringend ben\u00f6tigte Ausbildungskapazit\u00e4ten f\u00fcr die Erforschung, den Erhalt, den Schutz und die Vermittlung des reichen kulturellen Erbes Ostafrikas aufgebaut werden.<br \/><br \/>Neben den gemeinsamen Treffen aller DAI-Afrikaprojekte entwickeln TANA-Mitglieder weitere Vernetzungsformate. Hier ist in erster Linie das von der DFG gef\u00f6rderte Schwerpunktprogramm \u201eEntangled Africa: Innerafrikanische Beziehungen zwischen Regenwald und Mittelmeer (ca. 6.000 \u2013 500 Jahre vor heute)\u201c (SPP 2143) zu nennen. Das mit mehr als 10 Millionen Euro ausgestattete Schwerpunktprogramm wird \u00fcber einen Zeitraum von sechs Jahren (2018-2024) zahlreichen interdisziplin\u00e4ren Gruppen deutscher Forschungsinstitute die M\u00f6glichkeit geben, intensiv zu von Ihnen gew\u00e4hlten Themen im nordhemisph\u00e4rischen Afrika zu arbeiten. Im Mittelpunkt steht die Hypothese, dass \u00fcberregionale Interaktionen von Individuen und Gruppen seit dem Sp\u00e4tholoz\u00e4n das Erscheinungsbild des traditionellen Afrikas entscheidend gepr\u00e4gt haben. Es entstand ein dynamisches Geflecht weitreichender innerafrikanischer Beziehungen und Bewegungen, die in den letzten Jahrtausenden einen pr\u00e4genden Einfluss auf Kulturen und Gesellschaften hatten und in mancher Hinsicht heute noch von gro\u00dfer Bedeutung, ja zum Teil sogar von erheblicher aktueller Brisanz sind.<br \/><br \/>Ein weiteres \u00fcbergreifendes TANA-Projekt ist die Schaffung und Bereitstellung von <em>Massive Open Online Courses<\/em> (MOOCs) \u00fcber Arch\u00e4ologie und Kulturerhalt in Afrika. An diesem Projekt beteiligen sich neben dem DAI auch zahlreiche afrikanische und europ\u00e4ischen Universit\u00e4ten sowie andere Forschungsinstitute. Das e-learning-Angebot richtet sich Studierende, Lehrende und politische Entscheidungstr\u00e4ger vornehmlich in den Gast- und Partnerl\u00e4ndern des DAI. Der Schwerpunkt liegt in Regionen, die aktuell durch fehlende Strukturen oder Krisen einen besonderen Bedarf aufweisen. Im Rahmen der iDAI Welt wird es eine eigene Plattform geben, \u00fcber die das von TANA produzierte Lehrmaterial zur Verf\u00fcgung gestellt wird.<\/p>\t\t\t\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/div>\n\t\t\t\t\t<\/div>\n\t\t<\/section>\n\t\t\t\t<\/div>\n\t\t","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Beginnend mit den \u00e4ltesten Spuren der Menschheit verf\u00fcgt Afrika \u00fcber eine \u00fcberaus reiche arch\u00e4ologische \u00dcberlieferung. Daher ist das Deutsche Arch\u00e4ologische Institut (DAI) bereits seit Jahrzehnten vertreten durch verschiedene Kommissionen und Abteilungen in Afrika engagiert. Im Jahr 2014 wurde das das TransArea Network Africa (TANA) gegr\u00fcndet. 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