Tag 3 Pergamon – Vier Jahrtausende Stadt- und Siedlungsgeschichte

Pergamon gehörte als Herrschersitz der hellenistischen Dynastie der Attaliden und als römische Metropole zu den prominentesten städtischen Zentren der antiken Welt. Bekannt ist die Stadt vor allem als kulturelles und religiöses Zentrum mit einer bedeutenden Bibliothek und dem international frequentierten Heiligtum des Heilgottes Asklepios.

Blick auf den Burgberg von Osten (Foto: A. Weiser, DAI Archiv Pergamongrabung)

Seit mehr als 140 Jahren arbeiten deutsche Archäologen, das 2014 in die Liste der Welterbestätten der UNESCO aufgenommen wurde. Heute forschen wir gemeinsam mit türkischen und internationalen Wissenschaftlern in interdisziplinären Teams. Standen früher Bildwerke wie der Pergamonaltar und deren architektonische Rahmung im Mittelpunkt des Interesses, hat sich der Horizont der Forschung im Laufe der Zeit stark erweitert. So geht es aktuell um das Mensch-Umwelt-Verhältnis und seine Wahrnehmung im Kontext von antiker Stadt und umgebender Landschaft.

Zugleich führt das DAI umfangreiche Maßnahmen zum Erhalt und zur Präsentation der UNSECO-Welterbestätte Pergamon durch. Dabei stellt die Integration archäologischer Reste in das soziale und wirtschaftliche Gefügte der modernen Stadt Bergama eine immer größere Herausforderung dar, die nur in Zusammenarbeit mit lokalen Partnern gemeistert werden kann.

Mehr Informationen zum Projekt:
https://www.dainst.org/project/516243 

Aktueller E-Forschungsbericht:
urn:nbn:de:0048-journals.efb-2018-2-p169-195-v6552.3

Nachricht zu 140 Jahre Grabungen in Pergamon:
https://www.dainst.org/presse/pressemitteilung/-/article-display/L11mBpjClzu5/4230411