Aquädukt, Botschaft, Museum

Die Villa Wolkonsky und die Fotodokumentation ihrer Antikensammlung – Ein Beitrag von Lucia Lakatosova

In dem Rioni Esquilino, einem der historischen Viertel Roms, findet man heute ein höchst außergewöhnliches Gebäude: die Villa Wolkonsky. Die Villa ist benannt nach der russischen Prinzessin Zinaide Wolkonsky, welche im Jahr 1830 das damalige Weingut mit einem Stück eines Aquädukts aus der Zeit Kaiser Neros (54-68 n. Chr.) kaufte. Nach dem Tod der Prinzessin fiel das Grundstück in die Hände ihrer Nachfahren, welche im Laufe der Zeit eine Villa und eine Antikensammlung auf dem Gelände errichteten. Als die Familie Anfang des 20. Jahrhunderts nach Russland zog, wurde die Villa zur deutschen Botschaft, bevor sie nach dem Zweiten Weltkrieg in britischen Besitz kam. Seitdem dient sie als britische Botschaft.

Blick ins Wolkonsky Greenhouses Museum

Die Villa zeichnet sich aber nicht nur durch ihre abwechslungsreiche Geschichte aus, sondern auch durch die Vielzahl von antiken Originalen, die man heute noch auf ihrem Gelände unter anderem in dem „Wolkonsky Greenhouses Museum“ bewundern kann. Aber auch online ist die Sammlung zugänglich. Das DAI stellt die ca. 430 Marmorstücke erstmals online für die Wissenschaft und ein breites Publikum fotografisch bei iDAI.objects/Arachne, der Bild- und Objektdatenbank des DAI, bereit.
Man kann dort nicht nur einige historische Fotografien aus den Archiven des DAI bewundern, sondern findet auch die Fotodokumentation der 2011 auf anraten des British Museums stattgefundenen Restaurierung von ungefähr 360 Stücken der Sammlung und eine 2018 von Fotograf:innen des DAI Rom ausgeführten Fotoserie vor.

Besuchen Sie die fast unbekannte Sammlung der Villa Wolkonsky bei iDAI.objects/Arachne: https://arachne.dainst.org/project/villaWolkonsky

Weitere Informationen zum DAI-Projekt:
https://www.dainst.org/projekt/-/project-display/2523893

Der Beitrag von Lucia Lakatosova entstand im Rahmen des Fernpraktikums zur Wissenschaftskommunikation am DAI 2021.

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