Die Vermessung von Karakorum

English version below

“800 Jahre Karakorum – 20 Jahre archĂ€ologische Ausgrabungen der Mongolisch-Deutschen Karakorum-Expedition“

Vor Beginn einer archĂ€ologischen Ausgrabung werden hĂ€ufig verschiedene Vermessungs- und Prospektionssmethoden wie Geomagnetik oder Georadar angewandt, um so erste Informationen ĂŒber einen Fundplatz zu sammeln und auf dieser Grundlage die Grabung gezielter planen zu können.

Auch in Karakorum wurde nach dem Studium der Ă€lteren Forschungsarbeiten von Bukinič und KiselĂ«v zunĂ€chst verschiedene Vorbereitungsarbeiten durchgefĂŒhrt.

Um im Laufe der Ausgrabungen jeden neuen Fund, jede Mauerecke und jede BodenverfÀrbung genau lokalisieren zu können, wurde zunÀchst von Vermessungstechnikern der Hochschule Karlsruhe ein Messnetz, bestehend aus 1 x 1 m Quadraten gelegt, das das ganze GelÀnde der Stadt sowie die angrenzenden Areale abdeckte.

Im Anschluss daran wurden ausgewĂ€hlte Bereiche der Stadt mit der Methode der Magnetometerprospektion durch Mitarbeiter des Helmholtz-Instituts fĂŒr Strahlenphysik der UniversitĂ€t Bonn untersucht. Dabei wurde das gesamte GelĂ€nde mit einem Messinstrument begangen, das exakt die magnetischen Strahlen des Untergrundes aufzeichnet. Da diese Strahlen je nachdem um welchen Untergrund es sich handelt, sehr unterschiedlich intensiv sein können, sind so hĂ€ufig schon Strukturen wie Mauern erkennbar.

Um einen genauen Höhenschichtenplan zu erhalten, wurden des Weiteren Meter fĂŒr Meter die Höhenunterschiede der alten Stadt vermessen. Zahlreiche Strukturen, wie die Lage der Straßenkreuzung konnten so genauer identifiziert und in einen Plan umgesetzt werden.


The survey of Karakorum

„800 years Karakorum – 20 years of archaeological excavations by the Mongolian-German Karakorum Expedition“

Before starting an archaeological excavation, various surveying and prospecting methods such as geomagnetics or georadar are often applied in order to gather initial information about a site and, on this basis, to be able to plan the excavation more precisely.

Also in Karakorum, after studying the older research work of Bukinič and KiselĂ«v, various preparatory works were carried out first.

In order to be able to precisely locate each new find, each wall corner and each discoloration of the ground during the course of the excavations, a measuring network consisting of 1 x 1 m squares was first laid out by surveyors from the Karlsruhe University of Applied Sciences, which covered the entire area of the city as well as the adjoining areas.

Subsequently, selected areas of the city were examined using the method of magnetometer prospection by employees of the Helmholtz Institute for Radiation Physics at the University of Bonn. The entire area was surveyed with a measuring instrument that precisely records the magnetic rays of the underground. Since these rays can have very different intensities depending on the type of ground, structures such as walls can often be detected this way.

In order to obtain an exact elevation plan, the height differences of the old city were measured meter by meter. Numerous structures, such as the location of the road junction, could thus be identified more precisely and converted into a plan.