#ThrowbackThursday: Martha Koch

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Archiv DAI Zentrale, Nachlass Heinrich Koch

Das Bild aus dem Nachlass von Heinrich Kohl zeigt Martha Koch, die Ehefrau von Carl Koch, einem Kaufmann aus Aleppo, während einer Reise im Libanon. Zu ihr schreibt Walter Andrae in seinen „Lebenserinnerungen eines Ausgräbers“ (Berlin 1961, S. 35): „Bei der Zusammenstellung der Karawane konnte ich Unerfahrener nicht viel helfen. Hilfe kam uns von ganz anderer Seite, und ohne sie wären aus den 14 Tagen Aufenthalt sicher 3 Wochen geworden. Martha Koch, die Gattin des Kaufmanns Carl Koch, besorgte alles Notwendige. Ihr schien ganz Aleppo dienstbar zu sein. Sie wußte, woher man die besten und billigsten Maultiere und Packpferde, die zuverlässigsten Treiber, Diener, Köche, die besten Zelte, Decken, Säcke, Nahrungsmittel, Laternen und Reitpferde bekam. Sie besaß Würde und Autorität, Erfahrung im endlosen Aushandeln der Preise und Energie im Ablehnen der Überforderungen, kurz, im „Bet Madame Koch“ (Haus der Frau Koch), das in Aleppo jedes Kind kannte, spielte sich das ganze Karawanendrama ab.“


#ThrowbackThursday: Martha Koch

This photo from the collection of Heinrich Kohl shows Martha Koch, wife of Carl Koch, a merchant from Aleppo, during a visit to Lebanon. Archaeologist Walter Andrae left the following description of her in his memories (Lebenserinnerungen eines Ausgräbers, Berlin 1961, p. 35): „Inexperienced as I was, I couldn’t help much with putting the caravan together. Help came from a different quarter altogether, and without it the 14 day stay would definitely have turned into 3 weeks. Martha Koch, wife of the merchant Carl Koch, procured everything that was needed. It appeared that all Aleppo was at her service. She knew where to get the best and cheapest mules and packhorses, the most reliable drivers, servants, cooks, the best tents, blankets, sacks, food, lanterns and riding horses. She possessed dignity and authority, experience in endless haggling over prices, and energy in rejecting exorbitant demands. In a word, it was in Bet Madame Koch (Mrs Koch’s house), which every child in Aleppo knew, that the whole caravan drama took place.“