Experimentelle Archäologie

Nachbau und Langzeitexperimente zu den Töpferöfen der Tripolje-Kultur (3.900-3.700 v. Chr)

Die Römisch-Germanische Kommission des DAI erforscht seit 2009 zusammen mit der Universität „High Anthropological School“ in Chișinău (Republik Moldau) und der Christian-Albrechts-Universität Kiel (http://www.ufg.uni-kiel.de/de/ufg-kiel; http://archaeo-lounge.com/) die Großsiedlung am Fundplatz Stolniceni I (3900–3700 v. Chr.).

Der Ofen wird befeuert. Um die Brennkammer auf ca. 800 Grad Celsius zu bringen, muss immer wieder Holz nachgelegt werden. Bis zu elf Schubkarren Holz werden dazu gebraucht. [Attribution: Jessica Schmauderer; Copyright: RGK]

Während der Voruntersuchungen und den gemeinsam durchgeführten Ausgrabungen konnten Hinweise auf 10–15 kupferzeitliche Töpferöfen festgestellt werden, von denen bislang drei bei Ausgrabungen dokumentiert wurden. In Ergänzung zu den Feldforschungen begann direkt nach den Grabungen die Auseinandersetzung mit dem Aufbau und der Funktionsweise derartiger Töpferöfen.
Seit 2018 wird in einem Langzeitexperiment zusammen mit dem Verein „Die Milzener“ e.V. in Melaune (Sachsen) die Bauweise eines solchen Töpferofens nachempfunden und getestet. Im Frühjahr 2020 wurde durch die „Milzener“ e.V. die Ofenkuppel vollständig neu gestaltet, da die Versuche der letzten zwei Jahre eine Reihe von Schwachstellen an der Konstruktion zeigten und Optimierungsmöglichkeiten aufgezeigt hatten.

Weitere Informationen zum Projekt: https://www.dainst.blog/crossing-borders/2020/09/01/der-toepferofen-der-tripolje-kultur-hat-eine-neue-kuppel/

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